Bauchspeicheldrüse

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Bauchspeicheldrüse wird in diesem Wiki im Wissensbereich „Gesundheit, Körper & Ernährung“ eingeordnet. Der Artikel führt durch die Bereiche „Funktion der Bauchspeicheldrüse“, „Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse“ und „Auswirkungen auf den Stoffwechsel“.

Funktion der Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) übernimmt zwei zentrale Aufgabenbereiche:

  • Exokrine Funktion:
    • Produktion von Verdauungsenzymen zur Aufspaltung von Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten.
    • Aktivierung der Enzyme erfolgt erst im Dünndarm, um das Organ selbst vor Selbstverdauung zu schützen.
  • Endokrine Funktion:
    • Produktion der Hormone Insulin und Glukagon zur Regulation des Blutzuckerspiegels.
      • Insulin senkt den Blutzuckerspiegel.
      • Glukagon erhöht ihn, insbesondere bei Belastung oder Stress.

Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse

Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI)

  • Definition: Mangel an Verdauungsenzymen durch degeneriertes exokrines Gewebe.
  • Ursachen:
    • Genetisch: v. a. bei DSH, Collie, Eurasier.
    • Chronische Pankreatitis oder Autoimmunprozesse.
  • Symptome:
    • Starker Gewichtsverlust trotz Heißhunger.
    • Großer, heller, fettiger Kot (Fettstuhl).
    • Häufige, übelriechende Kotabsätze.
    • Koprophagie (als Kompensationsverhalten).
    • Flatulenz, gelegentliches Erbrechen.
  • Diagnose:
    • Bluttest auf cTLI (canine Trypsin-like Immunoreactivity).
    • Vitamin B12-Spiegel (oft erniedrigt).
  • Therapie:
    • Lebenslange Gabe von Pankreasenzymen.
    • Hochverdauliche Diät mit Fettmodulation.
    • Supplementierung von Vitamin B
  1. * Prognose:
    • Bei konsequenter Behandlung sehr gute Lebensqualität möglich.

Diabetes mellitus

  • Definition: Mangel oder verminderte Wirkung von Insulin.
  • Symptome:
    • Starker Durst, häufiges Wasserlassen.
    • Plötzlicher Sehverlust.
    • Abgeschlagenheit, Gewichtsveränderungen.

Auswirkungen auf den Stoffwechsel

  • Störungen des Blutzuckerhaushalts wirken sich unmittelbar aus auf:
  • Sekundäre Verhaltensauffälligkeiten:
    • Verlust der Stubenreinheit bei Diabetes.
    • Reaktives Verhalten bei Sehstörungen (z. B. durch Katarakt).

Verhaltenstherapeutische Relevanz

  • Bei diagnostizierten Stoffwechselstörungen ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Tierarzt, Ernährungsexperte und Verhaltenstherapeut notwendig.
  • Training muss individuell angepasst werden:
    • Kurze, frequente Einheiten.
    • Energieschonend, reizarm.
    • Berücksichtigung von Medikationsrhythmen (z. B. Insulingabe).

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