Parasympathikus: Unterschied zwischen den Versionen
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* '''Vagusreiz''': z. B. durch Druck auf den Hals – kann Herzfrequenz gefährlich senken (Vasovagale Synkope) | |||
* '''Parasympathomimetika''': Medikamente, die den Parasympathikus aktivieren (z. B. bei Glaukom) | |||
* '''Parasympatholytika (Anticholinergika)''': Blockieren die Wirkung – z. B. Atropin | |||
== Ergänzende kontextbezogene Aspekte == | |||
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Im Zusammenhang mit [[Autonomes Nervensystem]] sind für '''Parasympathikus''' folgende ergänzende Details relevant: | |||
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* Regt die Speichel- und Drüsentätigkeit an | |||
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* [[Autonomes Nervensystem]] | |||
* [[Acetylcholin]] | |||
* [[Stresssystem]] | |||
* Nervus vagus | |||
== Literatur == | |||
* Guyton, A. C., Hall, J. E. (2011): ''Textbook of Medical Physiology''. | |||
* Bear, M. F., Connors, B. W., Paradiso, M. A. (2016): ''Neuroscience – Exploring the Brain''. | |||
* Kandel, E. R. et al. (2013): ''Principles of Neural Science''. | |||
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Aktuelle Version vom 26. August 2026, 20:58 Uhr
Der Parasympathikus ist ein Teil des autonomen Nervensystems und wirkt als Gegenspieler des Sympathikus. Er ist für die Erholung, Regeneration und Aufrechterhaltung lebenswichtiger Körperfunktionen in Ruhephasen zuständig. Sein Motto: „Rest and Digest“ (Ruhe und Verdauung).
Anatomie
Der Parasympathikus ist kraniosakral organisiert:
- Kranialer Teil: Ursprung in den Hirnnervenkernen (v. a. Nervus vagus, Hirnnerv X)
- Sakraler Teil: Ursprung in Rückenmarksegmenten S2–S4
Die präganglionären Neurone sind lang, die postganglionären kurz – die Umschaltung erfolgt in Ganglien nahe oder direkt in den Zielorganen.
Funktion
Der Parasympathikus ist aktiv in entspannten Situationen und fördert:
- Verlangsamung der Herzfrequenz
- Senkung des Blutdrucks
- Förderung der Verdauung (Speichelfluss, Magen-Darm-Motilität, Enzymsekretion)
- Kontraktion der Pupillen (Miosis)
- Blasen- und Darmentleerung (Miktion, Defäkation)
- Sexualfunktionen (z. B. Erektion)
Neurotransmitter
- Acetylcholin – wirkt an muskarinischen Rezeptoren in den Zielorganen
Parasympathikus vs. Sympathikus
| Funktion | Parasympathikus | Sympathikus |
|---|---|---|
| Herzfrequenz | Verlangsamt | Beschleunigt |
| Blutdruck | Sinkt | Steigt |
| Pupillen | Verengt (Miosis) | Erweitert (Mydriasis) |
| Verdauung | Aktiviert | Gehemmt |
| Bronchien | Verengt leicht | Erweitert |
| Harnblase | Entleerung (Miktion) | Harnverhalt |
| Sexualfunktion | Erektion | Ejakulation |
Bedeutung im Stresskontext
Nach einer Stressreaktion durch den Sympathikus sorgt der Parasympathikus für die Rückkehr zur Normalfunktion:
- Erholung und Energieaufbau
- Beruhigung von Herz-Kreislauf und Atmung
- Wiederaufnahme der Verdauungsaktivität
Klinische Relevanz
- Vagusreiz: z. B. durch Druck auf den Hals – kann Herzfrequenz gefährlich senken (Vasovagale Synkope)
- Parasympathomimetika: Medikamente, die den Parasympathikus aktivieren (z. B. bei Glaukom)
- Parasympatholytika (Anticholinergika): Blockieren die Wirkung – z. B. Atropin
Ergänzende kontextbezogene Aspekte
Kontext aus „Autonomes Nervensystem“
Im Zusammenhang mit Autonomes Nervensystem sind für Parasympathikus folgende ergänzende Details relevant:
- Fördert die Verdauung
- Regt die Speichel- und Drüsentätigkeit an
Siehe auch
- Sympathikus
- Autonomes Nervensystem
- Acetylcholin
- Stresssystem
- Nervus vagus
Literatur
- Guyton, A. C., Hall, J. E. (2011): Textbook of Medical Physiology.
- Bear, M. F., Connors, B. W., Paradiso, M. A. (2016): Neuroscience – Exploring the Brain.
- Kandel, E. R. et al. (2013): Principles of Neural Science.
