Motivating Operations

Aus wiki.hundekultur-services.de

Motivating Operations (MO) (deutsch: motivationale Operationen) bezeichnen äußere oder innere Bedingungen, die den Wert eines Verstärkers verändern und gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Verhaltens beeinflussen.

Motivating Operations (MO)

Zwei Hauptfunktionen einer MO

  1. Verstärkerwirksamkeit verändern – erhöht oder verringert, wie „wertvoll“ ein Verstärker ist
  2. Verhaltenswahrscheinlichkeit beeinflussen – macht Verhalten wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher

Arten von MO

Typ Wirkung Beispiel
Establishing Operation (EO) Verstärker wird wertvoller → Verhalten ↑ Hunger steigert Motivation für Futterbelohnung
Abolishing Operation (AO) Verstärker wird weniger wertvoll → Verhalten ↓ Sättigung → Hund interessiert sich nicht für Leckerli

Weitere Beispiele im Hundetraining

  • Durst → erhöht Bereitschaft, an Wasserspiel teilzunehmen
  • Langeweile → steigert Motivation für Interaktion
  • Angst → senkt Interesse an Spielbelohnung

Bedeutung im Training

  • MO erklären, warum Verhalten heute funktioniert – und morgen nicht
  • Verhalten ≠ nur gelernt, sondern abhängig von motivationalem Kontext
  • Verstärkung ist situationsabhängig! (z. B. kein Futtertraining direkt nach dem Essen)

Strategische Nutzung im Training

  • Timing des Trainings → arbeiten bei optimaler Motivation (leichter Hunger, Bewegungsdrang)
  • Einsatz unterschiedlicher Verstärker je nach MO-Zustand (z. B. Spielverhalten, Zuwendung, Futter, Umweltzugang)
  • Erkennen von AOs → Training abbrechen oder anpassen

Zusammenhang mit anderen Konzepten

Siehe auch