Kooperatives Handling im Alltag
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An- und Ableinen
- Ankündigungssignal einführen: z. B. „Leine“ mit Sichtzeichen und Leckerli verknüpfen.
- Positive Verknüpfung: Signal geben, Leckerli streuen, Leine anlegen während der Hund frisst.
- An- und Ableinen belohnen: Karabiner einklicken markieren und belohnen. Ablenken durch Leckerli, damit Ableinen ruhig erfolgt.
Trainingsaufbau
Einleitung / Themenüberblick
Kooperatives Handling wandelt alltägliche Handlungen wie Geschirr anlegen, An- und Ableinen oder Pfotenpflege in angenehme Routinen um. Ziel ist es, die Mitwirkung des Hundes durch kleinschrittiges, positiv verstärktes Training zu fördern, um Stress zu vermeiden und die Beziehung zu stärken.
Grundlagen
- Körpersprache lesen: Stresssignale erkennen (z. B. Lecken, Gähnen, Abwenden, Weggehen). Keine Handlung unter Zwang durchführen.
- Positive Emotionen fördern: Gute Stimmung steigert Lernbereitschaft.
- Selbstwirksamkeit zulassen: Hund darf mitentscheiden, wann und wie er kooperiert.
- Kleinschrittiges Lernen: Verhalten wird in kleinste, nachvollziehbare Schritte zerlegt.
- Geduld und Ruhe bewahren: Zwang führt zu Frustrationstoleranz, freiwillige Mitarbeit zu Vertrauen.
Trainingsmethoden / Übungen
Pfoten abputzen
- Tuch positiv belegen: Hund schnuppert am Tuch, bekommt Belohnung.
- Ankündigung einführen: Neues Signal wie „Abputzen“ einführen.
- Pfote berühren: Kurz mit Tuch berühren, markieren und belohnen.
- Pfote anheben: Pfote leicht heben, wiederholt belohnen.
- Pfote länger halten: Dauer langsam steigern.
- Pfoten abtrocknen: Abwischen jeder Pfote mit Markersignal und Belohnung, später auch gezielt jede Kralle.
Fachliche Empfehlungen
- Vertraute Rituale erleichtern die Kooperation.
- Trainingsschritte sollten individuell angepasst werden.
- Verhalten wird nicht erzwungen, sondern erarbeitet.
- Bei Unsicherheit oder Problemen professionelle Begleitung hinzuziehen.
- Kooperatives Handling unterstützt sowohl das emotionale Wohlbefinden als auch die körperliche Gesundheit des Hundes.
