Ressourcenverteidigung
Ressourcenverteidigung bezeichnet Verhalten, mit dem ein Hund die Kontrolle über eine als relevant erlebte Ressource gegenüber einem Menschen oder Tier aufrechterhalten oder Distanz herstellen will. Dazu können Meiden, Erstarren, Abschirmen, Knurren, Schnappen oder Beißen gehören.[1]
Mögliche Ressourcen
Futter, Kauartikel, Spielzeug, gefundene Gegenstände, Ruheplätze, Orte oder soziale Nähe können relevant sein. „Ressourcenaggression“ beschreibt damit einen Kontext, keine eigenständige emotionale Diagnose.
Einschätzung und Management
Wichtig sind Ressource, beteiligte Individuen, Distanz, Warnsignale, Beißhistorie, Schmerz und Lerngeschichte. Bis Training sicher aufgebaut ist, können räumliche Trennung, konfliktarme Fütterung und ein trainierter Tausch helfen.
Wiederholtes Wegnehmen während des Fressens ist keine notwendige Vorbeugung. In einer Querschnittsstudie war das Entfernen der Futterschüssel während der Mahlzeit mit schwererer beziehungsweise häufigerer Ressourcenverteidigung assoziiert; daraus folgt keine eindeutige Kausalität.[2]
Training
Je nach Fall können Gegenkonditionierung, Tauschtraining und Aufbau freiwilligen Abgebens eingesetzt werden. Bei relevantem Beißrisiko ist fachliche Unterstützung sinnvoll.
Einzelnachweise
- ↑ Jacobs JA et al. (2018): An exploration of canine resource guarding behavior in the presence of people. Frontiers in Veterinary Science 5:115. PMID 29942810. doi:10.3389/fvets.2018.00115.
- ↑ Jacobs JA et al. (2017): Factors associated with canine resource guarding behaviour in the presence of dogs and people. Applied Animal Behaviour Science. PMID 28268035.
