Sachkundenachweis: Unterschied zwischen den Versionen
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
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== Fristen und Planung == | == Fristen und Planung == | ||
* Für bestimmte organisatorische Abläufe (z. B. Bestellung von Tieren oder Verpflegung) ist eine | * Für bestimmte organisatorische Abläufe (z. B. Bestellung von Tieren oder Verpflegung) ist eine '''Vorbestellung mindestens eine Woche im Voraus''' erforderlich. | ||
== Anmerkung zur Quelle == | == Anmerkung zur Quelle == | ||
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* Aktive [[Aufmerksamkeit]] und Mitwirkung werden erwartet. | * Aktive [[Aufmerksamkeit]] und Mitwirkung werden erwartet. | ||
* Wiederholung von Inhalten ausdrücklich erwünscht. | * Wiederholung von Inhalten ausdrücklich erwünscht. | ||
* Empfehlung: | * Empfehlung: '''Zusatztermine außerhalb des Lehrgangs in die übernächste Woche verlegen''', um die Woche voll für die Inhalte zu nutzen. | ||
== Vorstellung des Referenten == | == Vorstellung des Referenten == | ||
* Dr. med. vet. Stefan Heidrich | * Dr. med. vet. Stefan Heidrich | ||
''' Rolle: Referent an Tag 1 (Montag) und Tag 3 (Mittwoch – Hundetag). | |||
''' Funktion: Prüfungsvorbereitung und Prüfungsgestaltung. | |||
== Methodik == | == Methodik == | ||
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== Referentenprofil == | == Referentenprofil == | ||
* | * '''Dr. med. vet. Stefan Heidrich''' | ||
'''Leitung''' des Lehrgangs, Referent an Tag 1 und Tag 3. | |||
* 25 Jahre Erfahrung im Bereich Sachkunde, davon 20 Jahre mit Schwerpunkt Hund und Katze. | * 25 Jahre Erfahrung im Bereich Sachkunde, davon 20 Jahre mit Schwerpunkt Hund und Katze. | ||
* Tätigkeiten: | * Tätigkeiten: | ||
''' Ehemals Veterinäramt (Leitung Sachkundebereich), | |||
''' Ehemals Tierschutzreferat des Landesministeriums, | |||
''' Bis vor 2,5 Jahren erster hauptamtlicher Landestierschutzbeauftragter in Brandenburg. | |||
* Langjährige Prüferfahrung seit 2012 über das Institut Dr. Heidrich. | * Langjährige Prüferfahrung seit 2012 über das Institut Dr. Heidrich. | ||
== Inhaltlicher Fokus des Tages == | == Inhaltlicher Fokus des Tages == | ||
* Einstieg in die Themen: | * Einstieg in die Themen: | ||
''' Grundlagen des Tierschutzes | |||
''' Rechtsverschriftung | |||
''' Hygiene | |||
''' [[Schmerz]], Leiden, Schäden – Definition & Anwendung | |||
* Hinweis auf spätere Vertiefung spezieller Tierthemen (Hund/Katze). | * Hinweis auf spätere Vertiefung spezieller Tierthemen (Hund/Katze). | ||
* Prüfungsrelevante Inhalte werden heute strukturiert eingeführt. | * Prüfungsrelevante Inhalte werden heute strukturiert eingeführt. | ||
== Prüfungsorganisation == | == Prüfungsorganisation == | ||
* | * '''Prüfungstermine''': Samstag dieser oder nächster Woche in '''Seddin''' (nicht in Potsdam). | ||
* | * '''Anfahrt''': Seeweg 2, Sediner See – Nähe zur Autobahn, Parkplätze vorhanden. | ||
* | * '''Hinweis''': Google Maps führt fälschlich nach Potsdam → Zieladresse manuell eingeben. | ||
* | * '''Übernachtung''' vor Ort möglich. | ||
* Badestelle in 5 Minuten Entfernung – Empfehlung: Badehose mitbringen. | * Badestelle in 5 Minuten Entfernung – Empfehlung: Badehose mitbringen. | ||
== Teilnehmerhintergründe (Auswahl) == | == Teilnehmerhintergründe (Auswahl) == | ||
* | * '''Vanessa Keitel''' – Ehrenamtlich im Tierschutz tätig, plant kleine Hundebetreuung (gewerblich). | ||
* | * '''Max Strasser''' – Auslandstierschutz auf Rhodos, Backup-Sachkunde für Kollegin (Vorgabe durch Veterinäramt). | ||
* | * '''David Neubauer & Partnerin (Lessig)''' – Planung einer Hundepension, Bezug auf gesetzliche Erfordernisse. | ||
* | * '''Frau Hübner''' – Engagement im Tierschutz, Ziel: Hundepension/Auffangstation für Listenhunde in Sachsen. | ||
* | * '''Herr Felten''' – Vertretung des Unternehmens *Katzentempel*, Katzen leben in Gasträumen → Sachkundenachweis je Standort erforderlich. | ||
== Ergänzende Hinweise == | == Ergänzende Hinweise == | ||
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=== Hundepensionen, Betreuung, Dogwalking === | === Hundepensionen, Betreuung, Dogwalking === | ||
* | * '''Lina & Matthias Angrick''' – Geplante Eröffnung einer Hundepension in Thüringen. Hinweis auf Schwierigkeiten mit dem Bauamt. | ||
* | * '''Vanessa Keitel''' – Ehrenamtlich im Tierschutz tätig, Aufbau einer kleinen Hundebetreuung. | ||
* | * '''Julia Saag''' – Einstieg ins Dogwalking (ohne Pension), derzeit keine berufliche Tierbindung. | ||
* | * '''Pfarrer Karlow''' – Ausbildung: Kaufmann für Büromanagement; Ziel: Dogwalking-Service. | ||
* | * '''Luis Bessler''' – Betreut Hunde, genaue Tätigkeit noch unklar. | ||
=== Auffangstationen, Tierschutz, Vereinsarbeit === | === Auffangstationen, Tierschutz, Vereinsarbeit === | ||
* | * '''Max Strasser''' – Auslandstierschutz Rhodos; Elfer als Backup für Kollegin (Veterinäramt fordert Zweitabsicherung). | ||
* | * '''Frau Hübner''' – Aufbau einer Auffangstation für Listenhunde in Sachsen. | ||
* | * '''Ronald Nettke''' – Langjährig im Tierschutz, möchte Tierschutzverein übernehmen und Auffangstation für schwer vermittelbare Hunde gründen. | ||
* | * '''Daniela Landmann''' – Schäferhundeverein, plant hundezentrierte Erlebnispädagogik ([[Agility]], Vertrauen, Mensch-Hund-[[Bindung]]). | ||
* | * '''Jörg Wolf''' – Ehemals Ausbilder & Prüfer in Rettungshundestaffel; Einstieg in Tierheimarbeit (Helmstedt). | ||
=== Katzen & Katzenschutz === | === Katzen & Katzenschutz === | ||
* | * '''Herr Felten, Herr Kachler, Herr Regi, Frau Benning''' – Vertreter des Unternehmens *Katzentempel*; Sachkunde erforderlich für Standorte mit tierischem Mitbewohnerkonzept (z. B. Katzen in Gasträumen). | ||
* | * '''Frau Emrich''' – Lobbyarbeit im Tierschutz, geplante Unterstützung örtlichen Tierheims (Auffangstation). | ||
=== Hundezucht === | === Hundezucht === | ||
* | * '''Elena Platziner''' – Mit Ehemann Zucht von English Cocker Spaniel, will Anzahl der Würfe erhöhen → Sachkunde notwendig. | ||
* | * '''Herr Peters''' – Gewerblicher Züchter von Labradoren; nimmt Sachkunde auch als Fortbildung wahr. | ||
* | * '''Frau Kleinschmidt''' – 66 Jahre, Hundepflegerin bei Herrn Peters → Sachkunde erforderlich als Angestellte. | ||
=== Tierheim & Behördenauflagen === | === Tierheim & Behördenauflagen === | ||
* | * '''Adrian Kettisch''' – Mitarbeiter im Tierheim; Sachkunde erforderlich trotz vorhandener Leitung mit Elfer → Amtliche Nachforderung. | ||
=== Tierschutz international / Vermittlung === | === Tierschutz international / Vermittlung === | ||
* | * '''Frau Brunner''' – OTA in Uniklinik, engagiert sich seit Jahren für Katzen und Hunde, plant Tierhilfe aus Kasachstan. | ||
== Organisatorische Hinweise == | == Organisatorische Hinweise == | ||
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== Neue Teilnehmervorstellungen (Auswahl) == | == Neue Teilnehmervorstellungen (Auswahl) == | ||
* | * '''Niklas Pelzer''' – Aufbau einer '''Hundehotel-Kette''' in Frankfurt und Umgebung (mehrere Filialen). | ||
* | * '''Simone Pinkert''' – Langjährig im Tierschutz aktiv (seit 1990), will Sachkunde '''für Tiertransporte''' erwerben. Vorher IHV-Hundeführerschein (2020). | ||
* | * '''Kai Förster''' – Einstieg in eine '''Tierauffanggruppe''' der Lebenshilfe (ab Januar); begleitet von erfahrener Kollegin. | ||
* | * '''Peggy Jordan''' – 18 Jahre Erfahrung in Tierpension der Lebenshilfe; übernimmt Verantwortlichkeiten nach Renteneintritt einer Kollegin. | ||
* | * '''Vertreter Katzentempel''' – Erwähnt wird nochmals der Fokus auf '''[[Verhalten]], [[Stress]], [[Zoonosen]]''', Meideverhalten und Schmerzerkennung im Restaurantkontext mit Katzen. | ||
* | * '''Erweiterte Tätigkeitsfelder''': Tierpension, Betreuung, Zucht, kein Fokus auf tiergestützte Therapie (außer im Pferdebereich). | ||
== Prüfungsstruktur (allgemeiner Sachkundenachweis) == | == Prüfungsstruktur (allgemeiner Sachkundenachweis) == | ||
* | * '''Prüfung besteht aus zwei Teilen''': | ||
* | * '''Schriftlich''': | ||
* | * '''Allgemeiner Teil''' (Grundlagen, Recht, Hygiene): 24 Fragen (Multiple Choice), 18 müssen richtig sein (75 %). | ||
* | * '''Tierartspezifisch''' (Hund/Katze): 40 Fragen pro Tierart, 75 % richtig (30 von 40). | ||
* Bearbeitungszeit: 2 Stunden (i. d. R. < 1 h benötigt). | * Bearbeitungszeit: 2 Stunden (i. d. R. < 1 h benötigt). | ||
* | * '''Mündlich''': | ||
* Kleingruppenprüfung, Bezug zur jeweiligen Tätigkeit. | * Kleingruppenprüfung, Bezug zur jeweiligen Tätigkeit. | ||
* Fokus: praxisrelevante Anwendung (z. B. bei Zucht, Auffangstation, Tierschutzarbeit). | * Fokus: praxisrelevante Anwendung (z. B. bei Zucht, Auffangstation, Tierschutzarbeit). | ||
== Zusatzmodul: Tiertransport (> 65 km) == | == Zusatzmodul: Tiertransport (> 65 km) == | ||
* | * '''Gesetzliche Grundlage''': Wer Tiere im Rahmen seiner Tätigkeit über 65 km transportiert, benötigt einen '''Sachkundenachweis für Tiertransporte'''. | ||
* | * '''Beispiele''': | ||
* Hundebetreuung mit Abholung/Bringservice. | * Hundebetreuung mit Abholung/Bringservice. | ||
* Tierheimfahrzeuge über längere Strecken. | * Tierheimfahrzeuge über längere Strecken. | ||
* Züchtertransporte (z. B. zu Deckpartnern). | * Züchtertransporte (z. B. zu Deckpartnern). | ||
* | * '''Angebot des Instituts''': | ||
* Zusatzschulung + Prüfung (Multiple Choice, 20 Fragen). | * Zusatzschulung + Prüfung (Multiple Choice, 20 Fragen). | ||
* Kostenpunkt: | * Kostenpunkt: '''160 €'''. | ||
* Optionaler Zusatz heute von 16:30–18:00 Uhr. | * Optionaler Zusatz heute von 16:30–18:00 Uhr. | ||
| Zeile 187: | Zeile 187: | ||
* Unklarheiten bei Fragen: mögliche Mehrfachantworten (z. B. „zwei Ohren und vier Beine“ → A + C). | * Unklarheiten bei Fragen: mögliche Mehrfachantworten (z. B. „zwei Ohren und vier Beine“ → A + C). | ||
* Beispielaufgabe wurde demonstriert (gesunder Hund hat vier Beine). | * Beispielaufgabe wurde demonstriert (gesunder Hund hat vier Beine). | ||
* Tierseuchensimulation vor Ort, aber | * Tierseuchensimulation vor Ort, aber '''nicht prüfungsrelevant''' – Ausnahme: '''[[Tollwut]]''' wird thematisiert. | ||
* Lautsprecher/Mikrofon funktionieren, alle Teilnehmenden hörbar. | * Lautsprecher/Mikrofon funktionieren, alle Teilnehmenden hörbar. | ||
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== Auswahl & Definition der Prüfungsschwerpunkte == | == Auswahl & Definition der Prüfungsschwerpunkte == | ||
Teilnehmer geben bei Anmeldung den gewünschten | Teilnehmer geben bei Anmeldung den gewünschten '''Prüfungsschwerpunkt''' an – dieser kann am Prüfungstag final angepasst werden. | ||
=== Mögliche Schwerpunkte === | === Mögliche Schwerpunkte === | ||
* | * '''Tierheim oder tierheimähnliche Einrichtung''' | ||
* | * '''Pflegestelle / kleine Auffangstation''' | ||
→ möglich ohne Tierheim-Zulassung | → möglich ohne Tierheim-Zulassung | ||
* | * '''Gewerbsmäßiges Züchten''' | ||
→ nur bei dokumentierter Erfahrung (mind. eine Geburt miterlebt) | → nur bei dokumentierter Erfahrung (mind. eine Geburt miterlebt) | ||
* | * '''Gewerbsmäßiges Halten (Pension, Tagesstätte, Dogwalking, Gassi-Service)''' | ||
→ Unterscheidung nach tatsächlicher Tätigkeit | → Unterscheidung nach tatsächlicher Tätigkeit | ||
* | * '''Tiergestützte Intervention (TGI)''' | ||
→ aktuell kein Teilnehmer | → aktuell kein Teilnehmer | ||
* | * '''Handel / Tiere zur Schau stellen / Veranstaltungen (z. B. Filmtiere)''' | ||
→ Wichtig: | → Wichtig: '''Keine Vorratsprüfung erlaubt''' – Schwerpunkt muss '''mit praktischer Erfahrung''' belegbar sein. | ||
== Prüfungsorganisation == | == Prüfungsorganisation == | ||
* | * '''Prüfungsantrag''' wird am Prüfungstag ausgegeben – finaler Eintrag erfolgt dort. | ||
* | * '''Prüfungstermine''': Schriftlich & mündlich am selben Tag. | ||
* Zwei Termine standen zur Auswahl; viele Teilnehmende nehmen am 12.07. teil. | * Zwei Termine standen zur Auswahl; viele Teilnehmende nehmen am 12.07. teil. | ||
== Prüfungsumfang & -flexibilität == | == Prüfungsumfang & -flexibilität == | ||
* Erweiterung oder Wechsel möglich: | * Erweiterung oder Wechsel möglich: | ||
* Wer z. B. zuerst Hund absolviert, kann später | * Wer z. B. zuerst Hund absolviert, kann später '''innerhalb eines Jahres''' Katze hinzufügen. | ||
* Dann muss | * Dann muss '''nur der tierartspezifische Fragebogen''' absolviert werden, nicht erneut der Grundlagenteil. | ||
* | * '''Nachprüfung oder Ergänzung''': Möglich ohne Wiederholung der gesamten Prüfung, wenn innerhalb der Frist. | ||
== Zusatz: Auslandstierschutz & Drittstaaten == | == Zusatz: Auslandstierschutz & Drittstaaten == | ||
* Unterscheidung: | * Unterscheidung: | ||
* | * '''EU-Tierschutz / Vermittlung''' → einfach umsetzbar. | ||
* | * '''Drittland (z. B. Bosnien)''' → Sonderregelung, Erweiterung sinnvoll. | ||
* Empfehlung: Zunächst | * Empfehlung: Zunächst '''Pension''' prüfen lassen, später mit Auffangstation aufstocken (mündlich ausreichend). | ||
== Gültigkeit & Auffrischung == | == Gültigkeit & Auffrischung == | ||
* | * '''Grundsatz''': Sachkunde gilt '''mind. 10 Jahre''', wenn kontinuierliche Tätigkeit nachgewiesen wird. | ||
* | * '''Veterinäramt kann Fortbildungen verlangen''': | ||
* Empfehlung: | * Empfehlung: '''jährlich eine Tagesfortbildung''' | ||
* Auffrischungslehrgang für Hunde wird vom Institut im Herbst angeboten. | * Auffrischungslehrgang für Hunde wird vom Institut im Herbst angeboten. | ||
* | * '''Tiertransportnachweis''' (wenn > 65 km): | ||
* Gültigkeit: | * Gültigkeit: '''5 Jahre''' | ||
* Danach Neubeantragung beim Veterinäramt notwendig. | * Danach Neubeantragung beim Veterinäramt notwendig. | ||
== Begriffsabgrenzung (FAQ) == | == Begriffsabgrenzung (FAQ) == | ||
* | * '''Dogwalking vs. Gassi-Service''': kein juristischer Unterschied – eher sprachliche oder positionierende Selbstdefinition. | ||
[[Kategorie:Sachkundelehrgang]] | [[Kategorie:Sachkundelehrgang]] | ||
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== Prüfungslogik & Schwerpunktdefinition == | == Prüfungslogik & Schwerpunktdefinition == | ||
Teilnehmende wählen | Teilnehmende wählen '''zwei Prüfungsschwerpunkte''', die ihre tatsächliche Tätigkeit abbilden. Entscheidung erfolgt spätestens am Prüfungstag. | ||
=== Typische Kombinationen === | === Typische Kombinationen === | ||
* | * '''Katzentempel''' → Kombination aus: | ||
* | * '''Tiere zur Schau stellen''' (juristisch sperriger Begriff, aber formal korrekt) | ||
* | * '''Gewerbsmäßiges Halten''' | ||
* | * '''TGI (tiergestützte Intervention)''' – z. B. bei Problemjugendlichen (Fall: Frau Emrich) | ||
* Wird aktiv mitgeprüft, wenn angekreuzt. | * Wird aktiv mitgeprüft, wenn angekreuzt. | ||
* | * '''Tiertransport''': | ||
* Wird | * Wird '''nicht als Hauptschwerpunkt''' angerechnet, sondern gesondert geprüft (20 Multiple-Choice-Fragen). | ||
* Kein Einfluss auf die Sachkunde-Schwerpunkte. | * Kein Einfluss auf die Sachkunde-Schwerpunkte. | ||
== Organisation: Pausen & Ablauf == | == Organisation: Pausen & Ablauf == | ||
* | * '''Große Pause''': 12:00–12:45 Uhr | ||
* Vor Ort: Wer bestellt hat, kann direkt essen. | * Vor Ort: Wer bestellt hat, kann direkt essen. | ||
* Alternativ: Kantine 3 Min. mit Auto erreichbar. | * Alternativ: Kantine 3 Min. mit Auto erreichbar. | ||
* | * '''Kleine Pausen''': ca. alle 60–90 Minuten, abhängig von Stoffdichte und Konzentration. | ||
* Individuelle Pausen möglich – sollen kommuniziert werden. | * Individuelle Pausen möglich – sollen kommuniziert werden. | ||
* Dozierende achten aktiv auf Aufmerksamkeit und Erschöpfungssignale. | * Dozierende achten aktiv auf Aufmerksamkeit und Erschöpfungssignale. | ||
* | * '''Tagesplanung''': | ||
* Heute: Stoff bis ca. 16:30 Uhr, danach Tiertransport-Modul bis 18:00 Uhr. | * Heute: Stoff bis ca. 16:30 Uhr, danach Tiertransport-Modul bis 18:00 Uhr. | ||
* Dienstag: Längster Tag, voraussichtlich bis | * Dienstag: Längster Tag, voraussichtlich bis '''nach 18:00 Uhr''' (ggf. bis 19:10 Uhr). | ||
* Mittwoch: Zielzeit | * Mittwoch: Zielzeit '''bis ca. 17:30 Uhr''', danach Prüfungstipps. | ||
* Freitag (Katzentag): Bitte keine Arzttermine – Prüfungsrelevanz gegen Ende hoch. | * Freitag (Katzentag): Bitte keine Arzttermine – Prüfungsrelevanz gegen Ende hoch. | ||
== Prüfungsbedingungen == | == Prüfungsbedingungen == | ||
* | * '''Keine Hilfsmittel erlaubt''' – kein Skript, keine Spickzettel. | ||
* | * '''Wiederholung''': | ||
* Wer durchfällt, hat | * Wer durchfällt, hat '''ein Jahr''' Zeit zur Wiederholung. | ||
* Prüfungen ab September wieder regulär möglich. | * Prüfungen ab September wieder regulär möglich. | ||
* Nach zwei Fehlversuchen → Wiederholung des jeweiligen Lehrgangsteils erforderlich. | * Nach zwei Fehlversuchen → Wiederholung des jeweiligen Lehrgangsteils erforderlich. | ||
* Bestehensquote: | * Bestehensquote: '''~90 %'''. | ||
* Institut bietet Auffrischungskurse an (z. B. im Herbst für Hunde). | * Institut bietet Auffrischungskurse an (z. B. im Herbst für Hunde). | ||
== Prüfungsaufschub / Ergänzung == | == Prüfungsaufschub / Ergänzung == | ||
* Wer z. B. Hundeprüfung absolviert, kann innerhalb eines Jahres auf | * Wer z. B. Hundeprüfung absolviert, kann innerhalb eines Jahres auf '''Katzen''' aufstocken: | ||
* Nur | * Nur '''tierartspezifischer Teil''', kein erneuter Grundlagenteil nötig. | ||
* Gilt auch bei Erweiterung von Tätigkeit (z. B. Pension → Tierheim). | * Gilt auch bei Erweiterung von Tätigkeit (z. B. Pension → Tierheim). | ||
* | * '''Steuerliche Relevanz''': | ||
* Empfehlung: gewerbsmäßiges Halten mit ankreuzen, wenn steuerliche Absetzbarkeit von Tierhaltung angestrebt wird. | * Empfehlung: gewerbsmäßiges Halten mit ankreuzen, wenn steuerliche Absetzbarkeit von Tierhaltung angestrebt wird. | ||
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== Organisatorische Hinweise zur Prüfung == | == Organisatorische Hinweise zur Prüfung == | ||
* | * '''Prüfungsbeginn''': 09:00 Uhr, Ankunft bitte '''08:45 Uhr''' | ||
* | * '''Ablauf''': | ||
* Schriftliche Prüfung: Allgemeiner Teil + Tierteil | * Schriftliche Prüfung: Allgemeiner Teil + Tierteil | ||
* | * '''Nur bei Bestehen → Zulassung zur mündlichen Prüfung''' | ||
* Ausnahme: | * Ausnahme: '''Tiertransport''' → ausschließlich schriftlich | ||
* | * '''Prüfungsgruppen am 05.07.2025''': | ||
1. Gruppe 1 (ca. 9:00): Lessig, Neubauer, Benning, Karlauch | 1. Gruppe 1 (ca. 9:00): Lessig, Neubauer, Benning, Karlauch | ||
2. Gruppe 2 (ca. 13:00): Landmann, Förster, Jordan, Sarg | 2. Gruppe 2 (ca. 13:00): Landmann, Förster, Jordan, Sarg | ||
| Zeile 334: | Zeile 334: | ||
4. Gruppe 4: Ichi, Kachler | 4. Gruppe 4: Ichi, Kachler | ||
* | * '''Prüfungsgruppen am 12.07.2025''': | ||
1. Gruppe 1 (ca. 12:00): Winkenstein, Hübner, Kertisch, Keitel | 1. Gruppe 1 (ca. 12:00): Winkenstein, Hübner, Kertisch, Keitel | ||
2. Gruppe 2 (ca. 13:00): Angrick, Ziesler (2×), Nettke | 2. Gruppe 2 (ca. 13:00): Angrick, Ziesler (2×), Nettke | ||
| Zeile 340: | Zeile 340: | ||
4. Gruppe 4 (ca. 15:00): Degelow, Emrich | 4. Gruppe 4 (ca. 15:00): Degelow, Emrich | ||
* | * '''Hinweise''': | ||
* Gruppenanpassungen durch | * Gruppenanpassungen durch '''gegenseitigen Tausch''' möglich (z. B. wegen langer Anfahrt). | ||
* Prüfungsreihenfolge basiert primär auf | * Prüfungsreihenfolge basiert primär auf '''Zahlungseingang'''. | ||
* Ergebnisbekanntgabe: | * Ergebnisbekanntgabe: | ||
* Direkt nach der schriftlichen Prüfung: | * Direkt nach der schriftlichen Prüfung: '''Zulassung zur mündlichen''' | ||
* Direkt nach der mündlichen Prüfung: | * Direkt nach der mündlichen Prüfung: '''„Bestanden / Nicht bestanden“''' | ||
* Zertifikat per Post in der Folgewoche | * Zertifikat per Post in der Folgewoche | ||
* | * '''Prozentzahlen erscheinen nicht''' auf Zertifikat, können aber bei Bedarf angefragt werden. | ||
* | * '''Prüferinnen''': | ||
* 05.07.: Frau Diersen (Tierschutz-Promotion, aktuell Bundesministerium) | * 05.07.: Frau Diersen (Tierschutz-Promotion, aktuell Bundesministerium) | ||
* 12.07.: Frau Claudia Halbach (praktizierende Tierärztin aus Berlin) | * 12.07.: Frau Claudia Halbach (praktizierende Tierärztin aus Berlin) | ||
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== Fachlicher Einstieg: Rechtsgrundlagen des Tierschutzes == | == Fachlicher Einstieg: Rechtsgrundlagen des Tierschutzes == | ||
* | * '''Verankerung''': | ||
* | * '''Verfassungen''' der Bundesländer | ||
* | * '''Grundgesetz''' (Art. 20a – Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen & Tiere) | ||
* | * '''Tierschutzgesetz (TierSchG)''' – zentrale Rechtsgrundlage | ||
* | * '''Rechtsverordnungen''': | ||
* z. B. Tierschutzhundeverordnung, Tiertransportverordnung | * z. B. Tierschutzhundeverordnung, Tiertransportverordnung | ||
* | * '''Keine eigene Tierschutzkatzenverordnung''' | ||
* | * '''Gutachten & Leitlinien''': | ||
* Notwendig, da viele praktische Fragen | * Notwendig, da viele praktische Fragen '''nicht gesetzlich geregelt''' sind | ||
* Zentrale Quelle: | * Zentrale Quelle: '''TVT''' (Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz) | ||
* z. B. Mindestanforderungen für Raumgrößen, Haltung, Verhalten | * z. B. Mindestanforderungen für Raumgrößen, Haltung, Verhalten | ||
* Bundesministerium erstellt ebenfalls Gutachten, aber | * Bundesministerium erstellt ebenfalls Gutachten, aber '''noch keine zur Katzenhaltung''' (!) | ||
* | * '''Wichtig für Prüfung''': | ||
* Tiere sind durch | * Tiere sind durch '''Verfassung, Grundgesetz, Tierschutzgesetz, Gutachten und Leitlinien''' geschützt. | ||
* Häufiger Prüfungsfehler: Teilnehmer kreuzen nicht an, dass Tiere durch das Tierschutzgesetz geschützt sind → | * Häufiger Prüfungsfehler: Teilnehmer kreuzen nicht an, dass Tiere durch das Tierschutzgesetz geschützt sind → '''kein Trick''', sondern Grundwissen. | ||
== Hinweise == | == Hinweise == | ||
* Österreich und Schweiz haben teils deutlich weitergehende Regelwerke (z. B. Tierhaltungsverordnung). | * Österreich und Schweiz haben teils deutlich weitergehende Regelwerke (z. B. Tierhaltungsverordnung). | ||
* Deutschland setzt in vielen Bereichen auf | * Deutschland setzt in vielen Bereichen auf '''nicht-gesetzliche Standards''' (TVT, Gutachten). | ||
[[Kategorie:Sachkundelehrgang]] | [[Kategorie:Sachkundelehrgang]] | ||
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== Staatsziel Tierschutz == | == Staatsziel Tierschutz == | ||
* Seit der | * Seit der '''Grundgesetzänderung''' wurde in '''Art. 20a GG''' folgender Zusatz aufgenommen: | ||
> „Der Staat schützt […] die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung.“ | > „Der Staat schützt […] die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung.“ | ||
* Bedeutung: | * Bedeutung: | ||
* Der Tierschutz besitzt | * Der Tierschutz besitzt '''Verfassungsrang'''. | ||
* Verpflichtung für: Gesetzgeber, Gerichte, Behörden (inkl. Veterinärämter). | * Verpflichtung für: Gesetzgeber, Gerichte, Behörden (inkl. Veterinärämter). | ||
* Wird als Grundlage für Anordnungen, Verfügungen und gerichtliche Entscheidungen genutzt. | * Wird als Grundlage für Anordnungen, Verfügungen und gerichtliche Entscheidungen genutzt. | ||
== Tierschutzrechtliche Grundlagen == | == Tierschutzrechtliche Grundlagen == | ||
* | * '''Zentrale Norm''': Tierschutzgesetz (TierSchG) | ||
* | * '''Verordnungen''': | ||
* | * '''Tierschutzhundeverordnung''' → nur relevant für Hundehaltung | ||
* | * '''Tierschutztransportverordnung''' | ||
* | * '''EU-Verordnung Nr. 1/2005''' | ||
* | * '''Deutsche Durchführungsverordnung''' (Tierschutztransportverordnung) | ||
* | * '''Keine Verordnung für Katzenhaltung''' | ||
* | * '''IATA-Richtlinien''': Technische Standards für Tiertransporte im Flugverkehr → werden von Veterinärämtern auch '''für Straßenverkehr herangezogen''' | ||
== Gutachten & TVT-Materialien == | == Gutachten & TVT-Materialien == | ||
* Gesetzliche Lücken (z. B. zur Haltung von Katzen, Raumgrößen, etc.) werden durch: | * Gesetzliche Lücken (z. B. zur Haltung von Katzen, Raumgrößen, etc.) werden durch: | ||
* | * '''Gutachten der TVT''' (Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz) | ||
* | * '''Merkblätter des Bundesministeriums''' | ||
* Beispielhafte Anwendung: | * Beispielhafte Anwendung: | ||
* Gerichte und Veterinärämter nutzen TVT-Leitlinien zur Beurteilung, ob Haltungsvorgaben erfüllt sind. | * Gerichte und Veterinärämter nutzen TVT-Leitlinien zur Beurteilung, ob Haltungsvorgaben erfüllt sind. | ||
* Teilnehmer erhielten | * Teilnehmer erhielten '''Linksammlung mit relevanten Gutachten und Merkblättern'''. | ||
== Tiertransport: Pflichten & Schwellenwerte == | == Tiertransport: Pflichten & Schwellenwerte == | ||
* | * '''Zulassungspflicht''' bei Transport '''über 65 km''' im Rahmen einer Tätigkeit: | ||
* | * '''Transportunternehmer''' im Sinne der Verordnung (auch wenn der Begriff unüblich ist) | ||
* Gilt für: | * Gilt für: | ||
* Tierheime | * Tierheime | ||
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* Fellnasentaxi & private Tierschützer (auch bei Adoptionstieren) | * Fellnasentaxi & private Tierschützer (auch bei Adoptionstieren) | ||
* Auslandstierschutz (z. B. Portugal, Bosnien → Meeting-Point → Weiterfahrt) | * Auslandstierschutz (z. B. Portugal, Bosnien → Meeting-Point → Weiterfahrt) | ||
* | * '''Keine Ausnahme''', auch wenn: | ||
* Die Tiere bereits vermittelt sind | * Die Tiere bereits vermittelt sind | ||
* Die Fahrt innerhalb Deutschlands erfolgt | * Die Fahrt innerhalb Deutschlands erfolgt | ||
* Der Transport einmalig oder ehrenamtlich ist | * Der Transport einmalig oder ehrenamtlich ist | ||
* | * '''Schulungsanforderung''': | ||
* Eine Schulung wie die hier angebotene reicht aus. | * Eine Schulung wie die hier angebotene reicht aus. | ||
* | * '''Zulassung durch das Veterinäramt''' notwendig. | ||
* | * '''Fahrzeugzulassung''' nur bei Transporten > 8 h bzw. grenzüberschreitend. | ||
* | * '''Gültigkeit der Zulassung''': 5 Jahre | ||
== Besondere Fallkonstellationen (FAQ-artig) == | == Besondere Fallkonstellationen (FAQ-artig) == | ||
* | * '''Facebook-Gruppen (Fellnasentaxi)''' → '''Zulassung erforderlich''', wenn über 65 km | ||
* | * '''Transport von Tieren an die Ostsee im Rahmen einer Pension''' → '''Zulassung erforderlich''' | ||
* | * '''Pflegestellen im Auslandstierschutz (z. B. Kroatien/Bosnien)''' → Je nach Struktur gilt: Tierheimähnliche Einrichtung → Zulassung nötig | ||
* | * '''Privattier''' in Einzelfallpflege → Keine Zulassung nötig, wenn kein Weitervermittlungszweck | ||
[[Kategorie:Sachkundelehrgang]] | [[Kategorie:Sachkundelehrgang]] | ||
Version vom 30. Juni 2025, 11:01 Uhr
Kuratierter Auszug aus Zoom-Audio (30.06.2025)
Dieser Artikel dokumentiert die fachlich relevanten Inhalte aus einem über Whisper transkribierten Zoom-Gespräch. Smalltalk, redundante Floskeln und irrelevante Passagen wurden entfernt. Es verbleiben ausschließlich Inhalte mit sachlicher Tragfähigkeit.
Teilnehmerorganisation
- Ein Zettel wurde herumgereicht, um zu erfassen, wer verfügbar ist.
- Ziel: Klärung von Mitwirkungsmöglichkeiten und Anwesenheit.
Tierlogistik
- Es befinden sich vor Ort bestellte Tiere.
- Möglicher Kontext: geplante Begutachtung, Präsentation oder Transport.
Verpflegung
- Eine Kantine steht zur Verfügung.
- Die Nutzung der Kantine ist optional („muss man aber nicht verbrauchen“).
Fristen und Planung
- Für bestimmte organisatorische Abläufe (z. B. Bestellung von Tieren oder Verpflegung) ist eine Vorbestellung mindestens eine Woche im Voraus erforderlich.
Anmerkung zur Quelle
Die Inhalte wurden aus einem Whisper-Transkript extrahiert. Dabei wurden nur fachlich relevante Aussagen berücksichtigt. Das vollständige Protokoll enthielt umfangreiche irrelevante Elemente (z. B. Wiederholungen, Begrüßungen, Dankesformeln), die entfernt wurden.
Zoom-Audio: Einführung in den Sachkundelehrgang § 11 TierSchG (30.06.2025)
Dieser Artikel dokumentiert die fachlich relevanten Inhalte aus dem transkribierten Einführungsabschnitt des Sachkundelehrgangs nach § 11 Tierschutzgesetz für Hunde und Katzen. Ziel ist eine verdichtete Darstellung ohne Begrüßungsfloskeln und Redundanzen.
Kursbeginn und Beteiligung
- Offizieller Start des Lehrgangs am 30.06.2025.
- Hohe Beteiligung sowohl vor Ort als auch online.
- Referent betont Bedeutung von Sichtbarkeit der Online-Teilnehmer (Video aktivieren) und aktiver Teilnahme (Mikrofon nutzen).
Ziel des Lehrgangs
- Vermittlung der Sachkunde nach § 11 TierSchG.
- Vorbereitung auf die offizielle Sachkundeprüfung mit dem Ziel, den Sachkundenachweis zu erlangen.
Anforderungen an Teilnehmer
- Aktive Aufmerksamkeit und Mitwirkung werden erwartet.
- Wiederholung von Inhalten ausdrücklich erwünscht.
- Empfehlung: Zusatztermine außerhalb des Lehrgangs in die übernächste Woche verlegen, um die Woche voll für die Inhalte zu nutzen.
Vorstellung des Referenten
- Dr. med. vet. Stefan Heidrich
Rolle: Referent an Tag 1 (Montag) und Tag 3 (Mittwoch – Hundetag). Funktion: Prüfungsvorbereitung und Prüfungsgestaltung.
Methodik
- Persönliche Vorstellungsrunde: Teilnehmer werden gebeten, kurz ihren Hintergrund zu schildern und zu sagen, was sie zum Kurs geführt hat.
- Ziel: Individualisierte Ansprache und thematische Ausrichtung der Inhalte durch den Referenten.
Hinweise
- Der Audioausschnitt enthält keine fachlichen Inhalte zum Tierschutzgesetz selbst, sondern organisatorische und didaktische Ankündigungen zu Beginn des Lehrgangs.
Zoom-Audio: Einführung & Teilnehmerhintergründe – Sachkundelehrgang § 11 TierSchG (30.06.2025, 09:03)
Dieser Artikel dokumentiert die inhaltlich relevanten Passagen der Vorstellungsrunde sowie die vertiefende Einführung durch Dr. Stefan Heidrich im Rahmen des Sachkundelehrgangs. Smalltalk, Redundanzen und irrelevante Äußerungen wurden entfernt.
Referentenprofil
- Dr. med. vet. Stefan Heidrich
Leitung des Lehrgangs, Referent an Tag 1 und Tag 3.
- 25 Jahre Erfahrung im Bereich Sachkunde, davon 20 Jahre mit Schwerpunkt Hund und Katze.
- Tätigkeiten:
Ehemals Veterinäramt (Leitung Sachkundebereich), Ehemals Tierschutzreferat des Landesministeriums, Bis vor 2,5 Jahren erster hauptamtlicher Landestierschutzbeauftragter in Brandenburg.
- Langjährige Prüferfahrung seit 2012 über das Institut Dr. Heidrich.
Inhaltlicher Fokus des Tages
- Einstieg in die Themen:
Grundlagen des Tierschutzes Rechtsverschriftung Hygiene Schmerz, Leiden, Schäden – Definition & Anwendung
- Hinweis auf spätere Vertiefung spezieller Tierthemen (Hund/Katze).
- Prüfungsrelevante Inhalte werden heute strukturiert eingeführt.
Prüfungsorganisation
- Prüfungstermine: Samstag dieser oder nächster Woche in Seddin (nicht in Potsdam).
- Anfahrt: Seeweg 2, Sediner See – Nähe zur Autobahn, Parkplätze vorhanden.
- Hinweis: Google Maps führt fälschlich nach Potsdam → Zieladresse manuell eingeben.
- Übernachtung vor Ort möglich.
- Badestelle in 5 Minuten Entfernung – Empfehlung: Badehose mitbringen.
Teilnehmerhintergründe (Auswahl)
- Vanessa Keitel – Ehrenamtlich im Tierschutz tätig, plant kleine Hundebetreuung (gewerblich).
- Max Strasser – Auslandstierschutz auf Rhodos, Backup-Sachkunde für Kollegin (Vorgabe durch Veterinäramt).
- David Neubauer & Partnerin (Lessig) – Planung einer Hundepension, Bezug auf gesetzliche Erfordernisse.
- Frau Hübner – Engagement im Tierschutz, Ziel: Hundepension/Auffangstation für Listenhunde in Sachsen.
- Herr Felten – Vertretung des Unternehmens *Katzentempel*, Katzen leben in Gasträumen → Sachkundenachweis je Standort erforderlich.
Ergänzende Hinweise
- Teilnahme ohne Prüfung ist möglich (reine Fortbildung).
- Mikrofon & Video sind für Online-Teilnehmende verpflichtend, um aktive Teilnahme sicherzustellen.
Zoom-Audio: Teilnehmervorstellungen – Sachkundelehrgang § 11 TierSchG (30.06.2025, 09:13)
Im Folgenden sind die relevanten Inhalte der Vorstellungsrunde des Sachkundelehrgangs dokumentiert. Fokus liegt auf den beruflichen Hintergründen und den geplanten Tätigkeiten der Teilnehmenden, die eine Sachkunde nach § 11 TierSchG erforderlich machen.
Teilnehmende und geplante Tätigkeiten
Hundepensionen, Betreuung, Dogwalking
- Lina & Matthias Angrick – Geplante Eröffnung einer Hundepension in Thüringen. Hinweis auf Schwierigkeiten mit dem Bauamt.
- Vanessa Keitel – Ehrenamtlich im Tierschutz tätig, Aufbau einer kleinen Hundebetreuung.
- Julia Saag – Einstieg ins Dogwalking (ohne Pension), derzeit keine berufliche Tierbindung.
- Pfarrer Karlow – Ausbildung: Kaufmann für Büromanagement; Ziel: Dogwalking-Service.
- Luis Bessler – Betreut Hunde, genaue Tätigkeit noch unklar.
Auffangstationen, Tierschutz, Vereinsarbeit
- Max Strasser – Auslandstierschutz Rhodos; Elfer als Backup für Kollegin (Veterinäramt fordert Zweitabsicherung).
- Frau Hübner – Aufbau einer Auffangstation für Listenhunde in Sachsen.
- Ronald Nettke – Langjährig im Tierschutz, möchte Tierschutzverein übernehmen und Auffangstation für schwer vermittelbare Hunde gründen.
- Daniela Landmann – Schäferhundeverein, plant hundezentrierte Erlebnispädagogik (Agility, Vertrauen, Mensch-Hund-Bindung).
- Jörg Wolf – Ehemals Ausbilder & Prüfer in Rettungshundestaffel; Einstieg in Tierheimarbeit (Helmstedt).
Katzen & Katzenschutz
- Herr Felten, Herr Kachler, Herr Regi, Frau Benning – Vertreter des Unternehmens *Katzentempel*; Sachkunde erforderlich für Standorte mit tierischem Mitbewohnerkonzept (z. B. Katzen in Gasträumen).
- Frau Emrich – Lobbyarbeit im Tierschutz, geplante Unterstützung örtlichen Tierheims (Auffangstation).
Hundezucht
- Elena Platziner – Mit Ehemann Zucht von English Cocker Spaniel, will Anzahl der Würfe erhöhen → Sachkunde notwendig.
- Herr Peters – Gewerblicher Züchter von Labradoren; nimmt Sachkunde auch als Fortbildung wahr.
- Frau Kleinschmidt – 66 Jahre, Hundepflegerin bei Herrn Peters → Sachkunde erforderlich als Angestellte.
Tierheim & Behördenauflagen
- Adrian Kettisch – Mitarbeiter im Tierheim; Sachkunde erforderlich trotz vorhandener Leitung mit Elfer → Amtliche Nachforderung.
Tierschutz international / Vermittlung
- Frau Brunner – OTA in Uniklinik, engagiert sich seit Jahren für Katzen und Hunde, plant Tierhilfe aus Kasachstan.
Organisatorische Hinweise
- Mehrere Teilnehmer beziehen sich auf Empfehlungen früherer Absolventen (Netzwerkeffekte).
- Einige streben Erweiterung ihrer bisherigen Tätigkeiten an (Betreuung → Pension; Hobby → Gewerbe).
- Hohe Bandbreite an Ausgangslagen: von beruflichem Quereinstieg bis langjährigem Engagement im Tierschutz.
Zoom-Audio: Prüfungsstruktur & Zusatzmodule – Sachkundelehrgang § 11 TierSchG (30.06.2025, 09:23)
In diesem Abschnitt wurden weitere Teilnehmervorstellungen aufgenommen sowie zentrale Prüfungsmodalitäten und Zusatzoptionen (z. B. Tiertransport) detailliert erläutert. Relevante Inhalte sind strukturiert dokumentiert.
Neue Teilnehmervorstellungen (Auswahl)
- Niklas Pelzer – Aufbau einer Hundehotel-Kette in Frankfurt und Umgebung (mehrere Filialen).
- Simone Pinkert – Langjährig im Tierschutz aktiv (seit 1990), will Sachkunde für Tiertransporte erwerben. Vorher IHV-Hundeführerschein (2020).
- Kai Förster – Einstieg in eine Tierauffanggruppe der Lebenshilfe (ab Januar); begleitet von erfahrener Kollegin.
- Peggy Jordan – 18 Jahre Erfahrung in Tierpension der Lebenshilfe; übernimmt Verantwortlichkeiten nach Renteneintritt einer Kollegin.
- Vertreter Katzentempel – Erwähnt wird nochmals der Fokus auf Verhalten, Stress, Zoonosen, Meideverhalten und Schmerzerkennung im Restaurantkontext mit Katzen.
- Erweiterte Tätigkeitsfelder: Tierpension, Betreuung, Zucht, kein Fokus auf tiergestützte Therapie (außer im Pferdebereich).
Prüfungsstruktur (allgemeiner Sachkundenachweis)
- Prüfung besteht aus zwei Teilen:
* Schriftlich: * Allgemeiner Teil (Grundlagen, Recht, Hygiene): 24 Fragen (Multiple Choice), 18 müssen richtig sein (75 %). * Tierartspezifisch (Hund/Katze): 40 Fragen pro Tierart, 75 % richtig (30 von 40). * Bearbeitungszeit: 2 Stunden (i. d. R. < 1 h benötigt). * Mündlich: * Kleingruppenprüfung, Bezug zur jeweiligen Tätigkeit. * Fokus: praxisrelevante Anwendung (z. B. bei Zucht, Auffangstation, Tierschutzarbeit).
Zusatzmodul: Tiertransport (> 65 km)
- Gesetzliche Grundlage: Wer Tiere im Rahmen seiner Tätigkeit über 65 km transportiert, benötigt einen Sachkundenachweis für Tiertransporte.
- Beispiele:
* Hundebetreuung mit Abholung/Bringservice. * Tierheimfahrzeuge über längere Strecken. * Züchtertransporte (z. B. zu Deckpartnern).
- Angebot des Instituts:
* Zusatzschulung + Prüfung (Multiple Choice, 20 Fragen). * Kostenpunkt: 160 €. * Optionaler Zusatz heute von 16:30–18:00 Uhr.
Prüfungsorganisation: Hinweise
- Unklarheiten bei Fragen: mögliche Mehrfachantworten (z. B. „zwei Ohren und vier Beine“ → A + C).
- Beispielaufgabe wurde demonstriert (gesunder Hund hat vier Beine).
- Tierseuchensimulation vor Ort, aber nicht prüfungsrelevant – Ausnahme: Tollwut wird thematisiert.
- Lautsprecher/Mikrofon funktionieren, alle Teilnehmenden hörbar.
Zusammenfassung
- Das Prüfungsniveau ist schaffbar, verlangt jedoch sorgfältige Vorbereitung.
- Flexibilität bei Prüfungsmodulen (Hund, Katze, Tiertransport).
- Relevanz des Sachkundenachweises ist stark tätigkeitsbezogen – auch innerhalb desselben Betriebs (z. B. Katzentempel).
Zoom-Audio: Prüfungsschwerpunkte, Nachweiskategorien & Gültigkeit – Sachkundelehrgang § 11 TierSchG (30.06.2025, 09:33)
In dieser Sitzung wurden vertiefende Hinweise zu den Sachkunde-Prüfungen gegeben: Differenzierung der Schwerpunkte, rechtliche Voraussetzungen, Nachweisarten und Fristen zur Wiederholung. Zusätzlich wurden individuelle Teilnehmerfragen präzise beantwortet.
Auswahl & Definition der Prüfungsschwerpunkte
Teilnehmer geben bei Anmeldung den gewünschten Prüfungsschwerpunkt an – dieser kann am Prüfungstag final angepasst werden.
Mögliche Schwerpunkte
- Tierheim oder tierheimähnliche Einrichtung
- Pflegestelle / kleine Auffangstation
→ möglich ohne Tierheim-Zulassung
- Gewerbsmäßiges Züchten
→ nur bei dokumentierter Erfahrung (mind. eine Geburt miterlebt)
- Gewerbsmäßiges Halten (Pension, Tagesstätte, Dogwalking, Gassi-Service)
→ Unterscheidung nach tatsächlicher Tätigkeit
- Tiergestützte Intervention (TGI)
→ aktuell kein Teilnehmer
- Handel / Tiere zur Schau stellen / Veranstaltungen (z. B. Filmtiere)
→ Wichtig: Keine Vorratsprüfung erlaubt – Schwerpunkt muss mit praktischer Erfahrung belegbar sein.
Prüfungsorganisation
- Prüfungsantrag wird am Prüfungstag ausgegeben – finaler Eintrag erfolgt dort.
- Prüfungstermine: Schriftlich & mündlich am selben Tag.
* Zwei Termine standen zur Auswahl; viele Teilnehmende nehmen am 12.07. teil.
Prüfungsumfang & -flexibilität
- Erweiterung oder Wechsel möglich:
* Wer z. B. zuerst Hund absolviert, kann später innerhalb eines Jahres Katze hinzufügen. * Dann muss nur der tierartspezifische Fragebogen absolviert werden, nicht erneut der Grundlagenteil.
- Nachprüfung oder Ergänzung: Möglich ohne Wiederholung der gesamten Prüfung, wenn innerhalb der Frist.
Zusatz: Auslandstierschutz & Drittstaaten
- Unterscheidung:
* EU-Tierschutz / Vermittlung → einfach umsetzbar. * Drittland (z. B. Bosnien) → Sonderregelung, Erweiterung sinnvoll.
- Empfehlung: Zunächst Pension prüfen lassen, später mit Auffangstation aufstocken (mündlich ausreichend).
Gültigkeit & Auffrischung
- Grundsatz: Sachkunde gilt mind. 10 Jahre, wenn kontinuierliche Tätigkeit nachgewiesen wird.
- Veterinäramt kann Fortbildungen verlangen:
* Empfehlung: jährlich eine Tagesfortbildung * Auffrischungslehrgang für Hunde wird vom Institut im Herbst angeboten.
- Tiertransportnachweis (wenn > 65 km):
* Gültigkeit: 5 Jahre * Danach Neubeantragung beim Veterinäramt notwendig.
Begriffsabgrenzung (FAQ)
- Dogwalking vs. Gassi-Service: kein juristischer Unterschied – eher sprachliche oder positionierende Selbstdefinition.
Zoom-Audio: Prüfungsoptionen, Tierspezifika & Organisation – Sachkundelehrgang § 11 TierSchG (30.06.2025, 09:43)
Dieser Artikel dokumentiert Feinabstimmungen zu Prüfungsinhalten, organisatorische Rahmenbedingungen und individuelle Hinweise für spezifische Tätigkeiten (z. B. Katzentempel, TGI, Auslandstierschutz). Zusätzlich wurden Wiederholungsregelungen und Tagesstruktur präzisiert.
Prüfungslogik & Schwerpunktdefinition
Teilnehmende wählen zwei Prüfungsschwerpunkte, die ihre tatsächliche Tätigkeit abbilden. Entscheidung erfolgt spätestens am Prüfungstag.
Typische Kombinationen
- Katzentempel → Kombination aus:
* Tiere zur Schau stellen (juristisch sperriger Begriff, aber formal korrekt) * Gewerbsmäßiges Halten
- TGI (tiergestützte Intervention) – z. B. bei Problemjugendlichen (Fall: Frau Emrich)
* Wird aktiv mitgeprüft, wenn angekreuzt.
- Tiertransport:
* Wird nicht als Hauptschwerpunkt angerechnet, sondern gesondert geprüft (20 Multiple-Choice-Fragen). * Kein Einfluss auf die Sachkunde-Schwerpunkte.
Organisation: Pausen & Ablauf
- Große Pause: 12:00–12:45 Uhr
* Vor Ort: Wer bestellt hat, kann direkt essen. * Alternativ: Kantine 3 Min. mit Auto erreichbar.
- Kleine Pausen: ca. alle 60–90 Minuten, abhängig von Stoffdichte und Konzentration.
* Individuelle Pausen möglich – sollen kommuniziert werden. * Dozierende achten aktiv auf Aufmerksamkeit und Erschöpfungssignale.
- Tagesplanung:
* Heute: Stoff bis ca. 16:30 Uhr, danach Tiertransport-Modul bis 18:00 Uhr. * Dienstag: Längster Tag, voraussichtlich bis nach 18:00 Uhr (ggf. bis 19:10 Uhr). * Mittwoch: Zielzeit bis ca. 17:30 Uhr, danach Prüfungstipps. * Freitag (Katzentag): Bitte keine Arzttermine – Prüfungsrelevanz gegen Ende hoch.
Prüfungsbedingungen
- Keine Hilfsmittel erlaubt – kein Skript, keine Spickzettel.
- Wiederholung:
* Wer durchfällt, hat ein Jahr Zeit zur Wiederholung. * Prüfungen ab September wieder regulär möglich. * Nach zwei Fehlversuchen → Wiederholung des jeweiligen Lehrgangsteils erforderlich. * Bestehensquote: ~90 %. * Institut bietet Auffrischungskurse an (z. B. im Herbst für Hunde).
Prüfungsaufschub / Ergänzung
- Wer z. B. Hundeprüfung absolviert, kann innerhalb eines Jahres auf Katzen aufstocken:
* Nur tierartspezifischer Teil, kein erneuter Grundlagenteil nötig. * Gilt auch bei Erweiterung von Tätigkeit (z. B. Pension → Tierheim).
- Steuerliche Relevanz:
* Empfehlung: gewerbsmäßiges Halten mit ankreuzen, wenn steuerliche Absetzbarkeit von Tierhaltung angestrebt wird.
Fachlicher Einstieg verschoben
- Fachteil beginnt um 10:02 Uhr – kurze Pause wurde eingelegt.
Zoom-Audio: Prüfungsgruppen & Tierschutzrecht – Sachkundelehrgang § 11 TierSchG (30.06.2025, 10:03)
Dieser Artikel dokumentiert die Planung der mündlichen Prüfungen, Ablauf des Prüfungsverfahrens, sowie die erste fachliche Einführung in das deutsche Tierschutzrecht.
Organisatorische Hinweise zur Prüfung
- Prüfungsbeginn: 09:00 Uhr, Ankunft bitte 08:45 Uhr
- Ablauf:
* Schriftliche Prüfung: Allgemeiner Teil + Tierteil * Nur bei Bestehen → Zulassung zur mündlichen Prüfung * Ausnahme: Tiertransport → ausschließlich schriftlich
- Prüfungsgruppen am 05.07.2025:
1. Gruppe 1 (ca. 9:00): Lessig, Neubauer, Benning, Karlauch 2. Gruppe 2 (ca. 13:00): Landmann, Förster, Jordan, Sarg 3. Gruppe 3: Felden, Plaxina, Peters, Wolf 4. Gruppe 4: Ichi, Kachler
- Prüfungsgruppen am 12.07.2025:
1. Gruppe 1 (ca. 12:00): Winkenstein, Hübner, Kertisch, Keitel 2. Gruppe 2 (ca. 13:00): Angrick, Ziesler (2×), Nettke 3. Gruppe 3 (ca. 14:00): Strasser, Bessler, Pelzer, Horn 4. Gruppe 4 (ca. 15:00): Degelow, Emrich
- Hinweise:
* Gruppenanpassungen durch gegenseitigen Tausch möglich (z. B. wegen langer Anfahrt). * Prüfungsreihenfolge basiert primär auf Zahlungseingang. * Ergebnisbekanntgabe: * Direkt nach der schriftlichen Prüfung: Zulassung zur mündlichen * Direkt nach der mündlichen Prüfung: „Bestanden / Nicht bestanden“ * Zertifikat per Post in der Folgewoche * Prozentzahlen erscheinen nicht auf Zertifikat, können aber bei Bedarf angefragt werden.
- Prüferinnen:
* 05.07.: Frau Diersen (Tierschutz-Promotion, aktuell Bundesministerium) * 12.07.: Frau Claudia Halbach (praktizierende Tierärztin aus Berlin) * Durchgängig: Dr. Stefan Heidrich
Fachlicher Einstieg: Rechtsgrundlagen des Tierschutzes
- Verankerung:
* Verfassungen der Bundesländer * Grundgesetz (Art. 20a – Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen & Tiere) * Tierschutzgesetz (TierSchG) – zentrale Rechtsgrundlage * Rechtsverordnungen: * z. B. Tierschutzhundeverordnung, Tiertransportverordnung * Keine eigene Tierschutzkatzenverordnung
- Gutachten & Leitlinien:
* Notwendig, da viele praktische Fragen nicht gesetzlich geregelt sind * Zentrale Quelle: TVT (Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz) * z. B. Mindestanforderungen für Raumgrößen, Haltung, Verhalten * Bundesministerium erstellt ebenfalls Gutachten, aber noch keine zur Katzenhaltung (!)
- Wichtig für Prüfung:
* Tiere sind durch Verfassung, Grundgesetz, Tierschutzgesetz, Gutachten und Leitlinien geschützt. * Häufiger Prüfungsfehler: Teilnehmer kreuzen nicht an, dass Tiere durch das Tierschutzgesetz geschützt sind → kein Trick, sondern Grundwissen.
Hinweise
- Österreich und Schweiz haben teils deutlich weitergehende Regelwerke (z. B. Tierhaltungsverordnung).
- Deutschland setzt in vielen Bereichen auf nicht-gesetzliche Standards (TVT, Gutachten).
Zoom-Audio: TVT-Gutachten & Tiertransportrecht – Sachkundelehrgang § 11 TierSchG (30.06.2025, 10:13)
In diesem Abschnitt werden die Rechtsgrundlagen des Tierschutzes vertieft (Staatsziel, Gesetzeslage, TVT-Gutachten) und die Anforderungen im Bereich Tiertransport detailliert dargestellt – insbesondere mit Blick auf die 65-Kilometer-Grenze und verschiedene Fallkonstellationen.
Staatsziel Tierschutz
- Seit der Grundgesetzänderung wurde in Art. 20a GG folgender Zusatz aufgenommen:
> „Der Staat schützt […] die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung.“
- Bedeutung:
* Der Tierschutz besitzt Verfassungsrang. * Verpflichtung für: Gesetzgeber, Gerichte, Behörden (inkl. Veterinärämter). * Wird als Grundlage für Anordnungen, Verfügungen und gerichtliche Entscheidungen genutzt.
Tierschutzrechtliche Grundlagen
- Zentrale Norm: Tierschutzgesetz (TierSchG)
- Verordnungen:
* Tierschutzhundeverordnung → nur relevant für Hundehaltung * Tierschutztransportverordnung * EU-Verordnung Nr. 1/2005 * Deutsche Durchführungsverordnung (Tierschutztransportverordnung) * Keine Verordnung für Katzenhaltung
- IATA-Richtlinien: Technische Standards für Tiertransporte im Flugverkehr → werden von Veterinärämtern auch für Straßenverkehr herangezogen
Gutachten & TVT-Materialien
- Gesetzliche Lücken (z. B. zur Haltung von Katzen, Raumgrößen, etc.) werden durch:
* Gutachten der TVT (Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz) * Merkblätter des Bundesministeriums
- Beispielhafte Anwendung:
* Gerichte und Veterinärämter nutzen TVT-Leitlinien zur Beurteilung, ob Haltungsvorgaben erfüllt sind.
- Teilnehmer erhielten Linksammlung mit relevanten Gutachten und Merkblättern.
Tiertransport: Pflichten & Schwellenwerte
- Zulassungspflicht bei Transport über 65 km im Rahmen einer Tätigkeit:
* Transportunternehmer im Sinne der Verordnung (auch wenn der Begriff unüblich ist) * Gilt für: * Tierheime * Pflegestellen (wenn eigenständig) * Hundepensionen * Dogwalker * Fellnasentaxi & private Tierschützer (auch bei Adoptionstieren) * Auslandstierschutz (z. B. Portugal, Bosnien → Meeting-Point → Weiterfahrt)
- Keine Ausnahme, auch wenn:
* Die Tiere bereits vermittelt sind * Die Fahrt innerhalb Deutschlands erfolgt * Der Transport einmalig oder ehrenamtlich ist
- Schulungsanforderung:
* Eine Schulung wie die hier angebotene reicht aus. * Zulassung durch das Veterinäramt notwendig. * Fahrzeugzulassung nur bei Transporten > 8 h bzw. grenzüberschreitend.
- Gültigkeit der Zulassung: 5 Jahre
Besondere Fallkonstellationen (FAQ-artig)
- Facebook-Gruppen (Fellnasentaxi) → Zulassung erforderlich, wenn über 65 km
- Transport von Tieren an die Ostsee im Rahmen einer Pension → Zulassung erforderlich
- Pflegestellen im Auslandstierschutz (z. B. Kroatien/Bosnien) → Je nach Struktur gilt: Tierheimähnliche Einrichtung → Zulassung nötig
- Privattier in Einzelfallpflege → Keine Zulassung nötig, wenn kein Weitervermittlungszweck
