Parvovirose: Unterschied zwischen den Versionen
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** Herzrhythmusstörungen, Atemnot | |||
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* Blutbild: meist Leuko- und Lymphopenie, Anämie | |||
* Ultraschall bei Herzbeteiligung | |||
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* Intensive, symptomatische Therapie notwendig: | |||
** Infusionstherapie (Volumen- und Elektrolytausgleich) | |||
** Antiemetika, ggf. Antibiotika gegen bakterielle Sekundärinfektionen | |||
** Schonkost, Magenschutz | |||
* Stationäre Aufnahme fast immer erforderlich | |||
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* Ohne Behandlung oft tödlich | |||
* Mit schneller, intensiver Therapie: 60–90 % Überlebenschance | |||
* Überlebende Tiere sind meist dauerhaft immun | |||
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* Die [[Impfung]] gegen Parvovirose ist eine '''Core-Impfung''' | |||
** '''Pflichtimpfung (veterinärmedizinisch empfohlen)''' | |||
** Bestandteil der '''Grundimmunisierung''' ab der 8. Lebenswoche | |||
** Wiederholungsimpfung im Rahmen des Impfplans – meist alle 3 Jahre | |||
* Gute Hygiene im Haushalt/Tierheim/Pension entscheidend | |||
* Bei Parvovirose-Fällen: Desinfektion mit speziellen viruziden Mitteln (z. B. NaOCl) | |||
== Zoonose? == | |||
* Parvovirose ist '''nicht auf den Menschen übertragbar''' | |||
* Enge Verwandtschaft zu anderen Parvoviren (z. B. Felinem Parvovirus) | |||
== Rechtsbezug == | |||
* Nach [[Tierschutzgesetz und Anforderungen an die Tierhaltung|TierSchG]] § 2 ist der Halter verpflichtet, sein Tier durch geeignete Maßnahmen zu schützen – dazu gehört auch die Impfung | |||
* Bei Parvovirose-Verdacht: Meldung an den Tierarzt, ggf. Quarantänemaßnahmen nach Tiergesundheitsrecht | |||
== Weblinks == | |||
* [https://www.msd-tiergesundheit.de/fokusthemen/impfempfehlungen-fuer-hund-und-katze/impfstoffe-und-impfempfehlungen/ MSD Impfempfehlungen für Hunde] | |||
[[Kategorie:Gesundheit, Körper & Ernährung]] | [[Kategorie:Gesundheit, Körper & Ernährung]] | ||
[[Kategorie:Infektiologie & Parasiten]] | |||
Aktuelle Version vom 26. August 2026, 20:58 Uhr
Parvovirose ist eine hoch ansteckende, häufig tödlich verlaufende Viruserkrankung, die vor allem Welpen und ungeimpfte Hunde betrifft. Sie wird durch das Canine Parvovirus Typ 2 (CPV-2) verursacht, das extrem umweltresistent ist und wochen- bis monatelang infektiös bleiben kann.
Übertragung
- Aufnahme infektiösen Materials (Kot, Erbrochenes)
- Übertragungswege: fäkal-oral, indirekt über kontaminierte Gegenstände (z. B. Schuhe, Kleidung, Näpfe)
- Das Virus ist sehr stabil – Desinfektion nur mit speziellen viruziden Mitteln möglich
Symptome
Die Inkubationszeit beträgt meist 3–7 Tage. Es zeigen sich vor allem:
- Gastrointestinale Verlaufsform (häufigste Form):
- Starkes Erbrechen
- Blutiger Durchfall („Himbeerartiger Kot“)
- Apathie, Inappetenz, Fieber
- Schock durch Dehydrierung und Elektrolytverluste
- Myokardiale Verlaufsform (selten, v. a. bei sehr jungen Welpen):
- Plötzlicher Herztod
- Herzrhythmusstörungen, Atemnot
Diagnose
- Schnelltests (Kot-Antigentest)
- PCR-Nachweis im Kot
- Blutbild: meist Leuko- und Lymphopenie, Anämie
- Ultraschall bei Herzbeteiligung
Therapie
- Intensive, symptomatische Therapie notwendig:
- Infusionstherapie (Volumen- und Elektrolytausgleich)
- Antiemetika, ggf. Antibiotika gegen bakterielle Sekundärinfektionen
- Schonkost, Magenschutz
- Stationäre Aufnahme fast immer erforderlich
Prognose
- Ohne Behandlung oft tödlich
- Mit schneller, intensiver Therapie: 60–90 % Überlebenschance
- Überlebende Tiere sind meist dauerhaft immun
Prophylaxe
- Die Impfung gegen Parvovirose ist eine Core-Impfung
- Pflichtimpfung (veterinärmedizinisch empfohlen)
- Bestandteil der Grundimmunisierung ab der 8. Lebenswoche
- Wiederholungsimpfung im Rahmen des Impfplans – meist alle 3 Jahre
- Gute Hygiene im Haushalt/Tierheim/Pension entscheidend
- Bei Parvovirose-Fällen: Desinfektion mit speziellen viruziden Mitteln (z. B. NaOCl)
Zoonose?
- Parvovirose ist nicht auf den Menschen übertragbar
- Enge Verwandtschaft zu anderen Parvoviren (z. B. Felinem Parvovirus)
Rechtsbezug
- Nach TierSchG § 2 ist der Halter verpflichtet, sein Tier durch geeignete Maßnahmen zu schützen – dazu gehört auch die Impfung
- Bei Parvovirose-Verdacht: Meldung an den Tierarzt, ggf. Quarantänemaßnahmen nach Tiergesundheitsrecht
