Flöhe
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Flöhe sind blutsaugende Ektoparasiten, die bei Hunden starken Juckreiz, Hautentzündungen und allergische Reaktionen auslösen können. Sie gelten außerdem als Überträger von Krankheitserregern und Zwischenwirte für Bandwürmer.
Häufigste Art
- Ctenocephalides felis – der Katzenfloh
* Befällt auch Hunde und ist die mit Abstand häufigste Flohart bei Heimtieren in Mitteleuropa
- Seltener: Hundefloh (Ctenocephalides canis), Menschenfloh (Pulex irritans)
Lebenszyklus
- Nur 5 % der Flohpopulation befinden sich als erwachsene Tiere auf dem Hund – 95 % in der Umgebung (Eier, Larven, Puppen)
- Entwicklungsdauer: 2–3 Wochen bis mehrere Monate – abhängig von Temperatur und Luftfeuchtigkeit
- Ein einzelnes Flohweibchen legt bis zu 50 Eier pro Tag
Symptome beim Hund
- Starker Juckreiz, vor allem an Rücken, Bauch, Rutenansatz
- Rötungen, Pusteln, Krusten – v. a. bei Flohspeichelallergie (FAD)
- Vermehrtes Lecken, Knabbern oder Kratzen
- Sichtbare Flöhe oder Flohkot im Fell (dunkle Krümel, die sich auf feuchtem Papier rötlich färben)
- Sekundärinfektionen durch ständiges Kratzen
Komplikationen
- Flohspeichelallergie (FAD): übersteigerte Immunreaktion mit extremem Juckreiz und Hautveränderungen
- Bandwurmübertragung (Dipylidium caninum) – über das Verschlucken infizierter Flöhe
- Blutarmut bei massivem Befall, v. a. bei Welpen oder alten Hunden
- Mögliche Übertragung zoonotischer Erreger (z. B. Bartonellen)
Diagnose
- Flohkamm, visuelle Inspektion (v. a. an Rücken, Kruppe, Hinterbeinen)
- Nachweis von Flohkot
- ggf. Ausschlussdiagnostik bei Juckreiz unbekannter Ursache
Behandlung
Am Hund
- Spot-on-Präparate, Tabletten oder Shampoos (tierärztlich empfohlen)
- Wirkstoffe: z. B. Imidacloprid, Fluralaner, Afoxolaner, Selamectin
- Behandlung ALLER Tiere im Haushalt gleichzeitig
In der Umgebung
- Gründliche Reinigung (Staubsaugen, Waschen, Dampfreiniger)
- Flohspray, Umgebungsspray oder Fogger (Eier und Larven bekämpfen!)
- Regelmäßige Wiederholung zur Unterbrechung des Lebenszyklus
Prävention
- Ganzjährige Parasitenprophylaxe empfohlen – besonders bei mildem Klima
- Regelmäßiges Staubsaugen und Waschen von Hundedecken, Körbchen, Autopolstern
- Meidekontakt zu wildlebenden oder stark befallenen Tieren
Zoonosepotenzial
- Flohbisse beim Menschen: juckende Pusteln, meist an Beinen oder Bauch
- Risiko v. a. für Kinder und allergisch reagierende Personen
- Übertragung von Bandwürmern oder Bartonella henselae möglich
Siehe auch: Parasiten beim Hund, Flohspeichelallergie, Bandwurm beim Hund, Umgebungshygiene bei Parasiten, Ganzjährige Parasitenkontrolle
Ergänzende kontextbezogene Aspekte
Kontext aus „Ektoparasiten“
Im Zusammenhang mit Ektoparasiten sind für Flöhe folgende ergänzende Details relevant:
Flöhe sind blutsaugende Insekten, die häufig bei Hunden und Katzen auftreten. Sie leben als erwachsene Tiere auf dem Wirt, während Eier, Larven und Puppen in der Umgebung zu finden sind. Flohbefall führt oft zu starkem Juckreiz und kann allergische Reaktionen sowie Krankheiten übertragen.
