Stressphysiologie
Stressphysiologie beschreibt körperliche Regulationsprozesse, die bei einer wahrgenommenen Herausforderung aktiviert werden. Die Seite ist ein eigenständiges gesundheitlich-biologisches Thema und kein Redirect auf den allgemeineren Artikel Stress.
Akute Stressreaktion
Zu den beteiligten Systemen gehören das autonome Nervensystem und die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA-Achse). Aktivierung kann unter anderem Herz-Kreislauf-Funktion, Aufmerksamkeit, Stoffwechsel und die Ausschüttung von Glukokortikoiden verändern.
Cortisol richtig einordnen
Cortisol ist ein häufig untersuchter Marker der HPA-Achse, aber kein einfacher „Stressmesser“. Werte hängen unter anderem von Zeitpunkt, Probentyp, individueller Variation, Aktivität, Erwartung und Gesundheitszustand ab. Ein einzelner Messwert erlaubt keine sichere Aussage über das subjektive Stresserleben eines Hundes.
Bedeutung im Training
Für die Trainingspraxis sind beobachtbares Verhalten, Situation, Erholung und Verlauf entscheidend. Physiologische Messwerte können Forschung und medizinische Diagnostik ergänzen, ersetzen aber keine Verhaltensanalyse.
Quellen
- Beerda et al. (1998/1999): Arbeiten zu Verhaltens- und physiologischen Stressreaktionen bei Hunden.
- Mills et al. (2020): Pain and Problem Behavior in Cats and Dogs.
