Geruchsdifferenzierung beim Hund

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Ziel: Der Hund lernt, einen zuvor gezeigten Zielgeruch in einem Suchfeld gezielt wiederzufinden – unabhängig vom Kontext oder der Ablenkung. Dies fördert Konzentration, Selbstwirksamkeit und kooperative Kommunikation zwischen Mensch und Hund.

Trainingsaufbau

Vorbereitung

  • Windstille, reizarme Umgebung
  • Einweg-Handschuhe, geruchsdichte Behälter
  • Zielgeruch (z. B. Teebeutel, Kräuter), auf neutralem Träger (z. B. Wattepad)
  • Mehrere identische Behälter mit nur einem „richtigen“ Ziel

Trainingsablauf

  1. Ritualisieren: Geruch zeigen („Riech“), Glas schließen, dann Startsignal („Such“).
  2. Ziel anzeigen lassen: Hund sucht selbstständig, Anzeigeverhalten wird individuell geformt (z. B. Nase einfrieren, Sitz, Platz).
  3. Belohnung direkt am Fundort: zur Förderung eigenständiger Problemlösung.
  4. Fehler neutral halten: kein Abbruch, sondern Geruch erneut zeigen und auf Neustart achten.

Steigerung der Schwierigkeit

  • Mehr Ablenkgerüche (z. B. ähnliche Kräuter)
  • Reduzierung der Geruchsmenge
  • Verstecken der Geruchsquelle (z. B. unter Karton, hinter Möbeln)

Wichtig

  • Keine Kontamination – Handschuhe und getrennte Lagerung beachten.
  • Anzeigeverhalten frühzeitig formen und konsistent belohnen.
  • Trainingseinheiten kurz halten (2–3 Durchgänge), dann Pause.

Lernziele

  • Aufbau von Frustrationstoleranz und kognitiver Ausdauer
  • Schulung des Arbeitsgedächtnis
  • Förderung ruhiger, fokussierter Suchstrategien

Siehe auch