Geruchsdifferenzierung beim Hund
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Ziel: Der Hund lernt, einen zuvor gezeigten Zielgeruch in einem Suchfeld gezielt wiederzufinden – unabhängig vom Kontext oder der Ablenkung. Dies fördert Konzentration, Selbstwirksamkeit und kooperative Kommunikation zwischen Mensch und Hund.
Trainingsaufbau
Vorbereitung
- Windstille, reizarme Umgebung
- Einweg-Handschuhe, geruchsdichte Behälter
- Zielgeruch (z. B. Teebeutel, Kräuter), auf neutralem Träger (z. B. Wattepad)
- Mehrere identische Behälter mit nur einem „richtigen“ Ziel
Trainingsablauf
- Ritualisieren: Geruch zeigen („Riech“), Glas schließen, dann Startsignal („Such“).
- Ziel anzeigen lassen: Hund sucht selbstständig, Anzeigeverhalten wird individuell geformt (z. B. Nase einfrieren, Sitz, Platz).
- Belohnung direkt am Fundort: zur Förderung eigenständiger Problemlösung.
- Fehler neutral halten: kein Abbruch, sondern Geruch erneut zeigen und auf Neustart achten.
Steigerung der Schwierigkeit
- Mehr Ablenkgerüche (z. B. ähnliche Kräuter)
- Reduzierung der Geruchsmenge
- Verstecken der Geruchsquelle (z. B. unter Karton, hinter Möbeln)
Wichtig
- Keine Kontamination – Handschuhe und getrennte Lagerung beachten.
- Anzeigeverhalten frühzeitig formen und konsistent belohnen.
- Trainingseinheiten kurz halten (2–3 Durchgänge), dann Pause.
Lernziele
- Aufbau von Frustrationstoleranz und kognitiver Ausdauer
- Schulung des Arbeitsgedächtnis
- Förderung ruhiger, fokussierter Suchstrategien
