Babesiose
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Die Canine Babesiose ist eine durch Zecken übertragene, akut bis chronisch verlaufende Infektionskrankheit. Sie wird durch einzellige Blutparasiten der Gattung Babesia (meist Babesia canis, seltener B. vogeli oder B. gibsoni) verursacht. Die Krankheit ist auch unter dem Namen Hunde-Malaria bekannt – aufgrund ihrer Blutschädigung und Fiebersymptomatik.
Übertragung
- Übertragung erfolgt durch Zeckenstich:
- vor allem die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus)
- Geografische Verbreitung:
- Endemisch in Teilen Süd-, Ost- und zunehmend Mitteleuropas (auch in Deutschland!)
- Klimawandel und Zeckenexpansion → zunehmendes Risiko
- Selten: Übertragung durch Bluttransfusion oder vertikal (in utero)
Symptome
Babesien befallen die roten Blutkörperchen und zerstören sie → Anämie, Kreislaufbelastung:
- Fieber, Mattigkeit
- blasse Schleimhäute
- Gelbsucht (Ikterus)
- Dunkelfärbung des Urins („Kaffeesatz-Urin“ = Hämoglobinurie)
- Milz- und Leberschwellung
- in schweren Fällen: Nierenversagen, DIC (Gerinnungsstörung), Schock
> Verlauf reicht von mild über subklinisch bis perakut tödlich – besonders gefährdet: ungeimpfte Hunde in Endemiegebieten
Diagnose
- Blutausstrich (Mikroskopischer Nachweis von Babesien)
- PCR zur Speziesdifferenzierung (B. canis vs. B. gibsoni)
- Blutbild: Anämie, Thrombozytopenie, Leukozytose
- Organwerte (Leber, Niere) zur Prognoseeinschätzung
Therapie
- spezifisch mit:
- Imidocarb-Dipropionat (Einzel- oder Mehrfachinjektion)
- zusätzliche Maßnahmen:
- Infusionen, ggf. Bluttransfusion
- Leber-/Nierenschutz
- Antibiose bei Sekundärinfektionen
> Frühzeitige Behandlung entscheidend – schwere Verläufe benötigen intensivmedizinische Betreuung
Prognose
- bei früher Therapie meist gut
- schwerer Verlauf → Todesfälle oder bleibende Organschäden möglich
- Reinfektionen möglich – Immunität ist nicht dauerhaft
Prophylaxe
- Zeckenschutz ist entscheidend!
Repellents (Permeth
