Serotonin

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Serotonin (5-HT) ist ein Neurotransmitter mit vielfältigen Funktionen im zentralen und peripheren Nervensystem.

Keine einfache „Glückshormon“-Funktion

Serotonin wirkt über zahlreiche Rezeptoren und Netzwerke. Aussagen wie „wenig Serotonin = Aggression“ oder „mehr Serotonin = Ruhe“ sind biologisch zu einfach. Auch die allgemeine Aggressionsforschung hat die frühere einfache inverse Beziehung verworfen.[1]

Befunde beim Hund

Canine Studien haben serotonerge Marker mit Aggressions- und Impulsivitätsmerkmalen in Verbindung gebracht. Solche Gruppenbefunde erlauben keine Diagnose eines individuellen „Serotoninmangels“ anhand von Verhalten.[2]

Medikamente

Mehrere Wirkstoffe der Psychopharmakotherapie beim Hund beeinflussen serotonerge Signalwege; ihre Wirkung lässt sich nicht auf das „Auffüllen“ eines Mangels reduzieren.

Einzelnachweise

  1. ↑ Olivier B. (2004): Serotonin and aggression. Ann N Y Acad Sci 1036:382–392. PMID 15817750.
  2. ↑ Reisner IR et al. (1996): Comparison of cerebrospinal fluid monoamine metabolite levels in dominant-aggressive and non-aggressive dogs. Brain Research. PMID 8861609.