Freilauftraining: Aufbau, Orientierung und Rückruf
Freilauftraining soll ermöglichen, dass ein Hund sich ohne Leine bewegen kann, ohne Menschen, Tiere oder sich selbst unnötig zu gefährden. Voraussetzung ist nicht allein ein guter Rückruf, sondern eine realistische Einschätzung von Umgebung, Jagdverhalten, Lernstand und rechtlichen Vorgaben.
Sicherheitsmanagement
Vor echtem Freilauf können Schleppleine, eingezäunte Flächen und kontrollierte Trainingsorte genutzt werden. Management ist besonders wichtig, wenn Wild, Verkehr oder andere schwer kontrollierbare Risiken vorhanden sind.
Rückruf aufbauen
- Signal zunächst unter einfachen Bedingungen etablieren.
- Rückkehr hochwertig verstärken.
- Distanz und Ablenkung systematisch steigern.
- Rückruf nicht ständig in Situationen testen, in denen Scheitern sehr wahrscheinlich ist.
- Nach erfolgreichem Rückruf kann Freigabe erneut möglich sein, damit Rückkehr nicht immer das Ende interessanter Aktivität ankündigt.
Orientierung
Freiwillige Blick- und Bewegungsorientierung an der Bezugsperson kann gezielt verstärkt werden. Sie ist eine trainierbare Verhaltensleistung. Eine sichere Bindung oder „gute Beziehung“ ersetzt weder Training noch Management.
Grenzen
Kein Rückruf ist unter allen denkbaren Bedingungen garantiert. Bei hohem Risiko ist die Leine die angemessenere Sicherheitsmaßnahme.
