Leinenführigkeit

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Leinenführigkeit bezeichnet das erlernte Verhalten eines Hundes, sich an einer Leine so zu bewegen, dass die vereinbarten Kriterien des Mensch-Hund-Teams eingehalten werden. Häufig bedeutet das eine überwiegend lockere Leine, ohne dass der Hund dauerhaft in einer festen Position laufen muss.

Lernziel definieren

Vor dem Training sollte klar sein, welches Verhalten gewünscht ist: lockere Leine, Orientierung an Richtungswechseln, eine bestimmte Seite oder ein formales „Fuß“. Unterschiedliche Ziele benötigen unterschiedliche Kriterien.

Trainingsprinzipien

  • in reizarmen Situationen beginnen,
  • erwünschte Position oder lockere Leine verstärken,
  • Schwierigkeit und Ablenkung schrittweise erhöhen,
  • ausreichend Schnüffel- und Bewegungsmöglichkeiten außerhalb enger Trainingskriterien ermöglichen,
  • Hilfsmittel so auswählen und einsetzen, dass unnötige Schmerzen oder Belastungen vermieden werden.

Warum Hunde ziehen

Ziehen kann viele Gründe haben: schnelleres gewünschtes Tempo, Zugang zu Gerüchen oder Sozialpartnern, erlernte Konsequenzen, hohe Aktivierung oder schlicht fehlendes Training. Es ist keine verlässliche Aussage über Dominanz, Bindung oder Respekt.

Beziehung und Kommunikation

Eine gute Beziehung kann Training unterstützen, doch Leinenführigkeit ist primär eine erlernte Leistung unter konkreten Bedingungen. Aus lockerem oder gespanntem Leinenlaufen allein lässt sich die Qualität der Mensch-Hund-Beziehung nicht ableiten.

Siehe auch