Malassezien: Unterschied zwischen den Versionen
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* Keine Zoonose – für Menschen i. d. R. ungefährlich | * Keine Zoonose – für Menschen i. d. R. ungefährlich | ||
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* Seborrhoische Haut (fettige, schuppige Haut) | * Seborrhoische Haut (fettige, schuppige Haut) | ||
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* Übler, „hefiger“ Geruch (typisch!) | * Übler, „hefiger“ Geruch (typisch!) | ||
* Verdickte, hyperpigmentierte Haut (Elefantenhaut) | * Verdickte, hyperpigmentierte Haut (Elefantenhaut) | ||
* Chronische | * Chronische Otitis externa – braunes, öliges Sekret, Kopfschütteln, Schmerzreaktion | ||
== Diagnose == | == Diagnose == | ||
* Zytologische Untersuchung (Abklatschpräparat, Ohrabstrich, Klebestreifen) | * Zytologische Untersuchung (Abklatschpräparat, Ohrabstrich, Klebestreifen) | ||
* Mikroskopie: „Erdnussförmige“ Hefezellen (Malassezia-typisch) | * Mikroskopie: „Erdnussförmige“ Hefezellen (Malassezia-typisch) | ||
* Differenzialdiagnose: | * Differenzialdiagnose: Bakterielle Hautinfektionen, Räudemilben, Demodikose | ||
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Version vom 16. August 2026, 16:59 Uhr
Malassezien (Malassezia pachydermatis) sind Hefepilze, die natürlicherweise zur Hautflora des Hundes gehören. Unter bestimmten Bedingungen können sie sich übermäßig vermehren und Haut- oder Ohrenentzündungen verursachen – oft im Zusammenhang mit Allergien oder gestörter Hautbarriere.
Eigenschaften
- Lipophile Hefepilze – gedeihen gut in feuchter, fettreicher Umgebung (Ohren, Falten, Pfoten)
- Teil der normalen Mikrobiota – werden erst bei Überwuchs problematisch
- Keine Zoonose – für Menschen i. d. R. ungefährlich
Ursachen für Überwuchs
- Allergien (z. B. Futtermittel-, Umweltallergien)
- Seborrhoische Haut (fettige, schuppige Haut)
- Hormonelle Erkrankungen (z. B. Hypothyreose)
- Übermäßige Feuchtigkeit (z. B. bei eng anliegenden Ohren, häufiger Wasserkontakt)
- Übertriebene oder fehlerhafte Hautpflege
Symptome
- Starker Juckreiz, Lecken, Kratzen – v. a. an Ohren, Pfoten, Achseln, Bauch
- Rötung, Schwellung, fettig-schuppige oder braun verfärbte Haut
- Übler, „hefiger“ Geruch (typisch!)
- Verdickte, hyperpigmentierte Haut (Elefantenhaut)
- Chronische Otitis externa – braunes, öliges Sekret, Kopfschütteln, Schmerzreaktion
Diagnose
- Zytologische Untersuchung (Abklatschpräparat, Ohrabstrich, Klebestreifen)
- Mikroskopie: „Erdnussförmige“ Hefezellen (Malassezia-typisch)
- Differenzialdiagnose: Bakterielle Hautinfektionen, Räudemilben, Demodikose
Behandlung
Lokal (bei leichtem Befall)
- Medizinische Shampoos (z. B. mit Chlorhexidin, Miconazol, Ketoconazol)
- Ohrreiniger mit antimykotischer Wirkung bei Otitis
- Behandlung über mehrere Wochen notwendig – Rückfallgefahr!
Systemisch (bei starkem oder chronischem Befall)
- Antimykotika (z. B. Itraconazol oder Ketoconazol) – nur unter tierärztlicher Kontrolle
- Nebenwirkungen beachten (Leberwerte!)
Begleitmaßnahmen
- Behandlung der Grunderkrankung (v. a. Allergien, hormonelle Störungen)
- Regelmäßige Haut- und Ohrenpflege
- Trockene Umgebung, gute Belüftung von Falten und Ohren
Rückfallprophylaxe
- Langfristige Kontrolle der Hautgesundheit
- Wiederholte, milde Pflege mit fungiziden Shampoos möglich
- Stärkung der Hautbarriere durch angepasste Ernährung oder Ergänzungsfuttermittel
Siehe auch: Hauterkrankungen beim Hund, Otitis externa, Juckreiz beim Hund, Allergien erkennen und behandeln, Pilzerkrankungen beim Hund
