Fallbeispiele zur Resilienz: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Fallbeispiele zur Resilienz''' wird in diesem Wiki im Wissensbereich „Hund verstehen“ eingeordnet. Der Artikel führt durch die Bereiche „Zweck“, „Romo und die Fahrräder (Selbstwirksamkeit)“ und „Lissi und die Freude (Optimismus/Grunderwartung)“.
== Zweck ==
Fallbeispiele helfen, Resilienzfaktoren im Alltag zu erkennen und Trainingsplanung daraus abzuleiten. Die Beispiele sind als Strukturhilfe gedacht (Ausgangslage → Hypothese → Vorgehen → Transfer).
Fallbeispiele helfen, Resilienzfaktoren im Alltag zu erkennen und Trainingsplanung daraus abzuleiten. Die Beispiele sind als Strukturhilfe gedacht (Ausgangslage → Hypothese → Vorgehen → Transfer).



Version vom 16. August 2026, 19:55 Uhr

Fallbeispiele helfen, Resilienzfaktoren im Alltag zu erkennen und Trainingsplanung daraus abzuleiten. Die Beispiele sind als Strukturhilfe gedacht (Ausgangslage → Hypothese → Vorgehen → Transfer).

Romo und die Fahrräder (Selbstwirksamkeit)

Ausgangslage

Romo reagiert belastet auf Fahrräder (im Material besonders Fahrräder mit Kindern). Typisch sind Vermeidung, starke Aktivierung oder „Dichtmachen“.

Trainingsidee

Aufbau von Selbstwirksamkeit: Der Hund soll Distanz und Annäherung mitsteuern können, statt in eine Opferrolle zu geraten.

Vorgehen (Kurzprotokoll)

  • Targettraining (Handtuch als Boden-Target) aufbauen.
  • Fahrrad nähert sich sehr langsam; der Hund entscheidet, wie nah es wird.
  • Ziel ist eine neue Erfahrung: „Ich kann steuern“ (Distanz/Annäherung), verbunden mit Regulationsfähigkeit.

Lissi und die Freude (Optimismus/Grunderwartung)

Ausgangslage

Lissi wirkt ruhig/introvertiert, zeigt wenig sichtbare Freude oder Explorationsdrang.

Einordnung

Bei auffälliger „Antriebslosigkeit“ oder sehr geringer positiver Grunderwartung kann eine medizinische Abklärung sinnvoll sein (im Beispiel: Schilddrüse). Training sollte danach passend dosiert werden (nicht „mehr Action“ als Standardlösung).

Paul (Ideenarmut/Stresskompetenz)

Ausgangslage

Paul wirkt ideenarm und motorisch unsicher. Draußen eskaliert er stark; drinnen kann er deutlich unauffälliger wirken.

Trainingsidee

Problemlösekompetenz und Körperwahrnehmung aufbauen, damit unter Stress mehr als eine Strategie verfügbar ist.

Vorgehen (Kurzprotokoll)

  • Sicherheitsmanagement (je nach Risiko auch Maulkorbtraining).
  • Motorik- und Körperarbeit (langsam, kontrolliert).
  • Kognitive Aktivierung (Freeshaping, Tricks), um Ideen zu fördern.
  • Reizarme Spaziergänge und schrittweiser Transfer.

Stresstest: Stoffhund (Ideenreichtum)

Ein großer Stoffhund als plötzlicher Reiz zeigt Konfliktpotenzial.

Beobachtungsidee

  • Ideenarme Hunde bleiben häufig bei einer Strategie (z. B. Dauerbellen) oder gehen in Freeze/Immobilität.
  • Ideenreiche Hunde variieren Strategien (Bogenlaufen, Distanzwechsel, Annähern/Abwenden, „Fragen“).

Ableitung

Aus der Reaktionsvielfalt lassen sich Trainingsschwerpunkte ableiten: Selbstwirksamkeit, Regulation, Ideenreichtum.