Erregungsspeicher: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Begriff '''Erregungsspeicher''' beschreibt in der [[Hundeverhaltensbiologie]] die Fähigkeit eines Hundes, hormonell vermittelte Erregungszustände über längere Zeit aufrechtzuerhalten – auch wenn der ursprüngliche Auslöser längst vergangen ist. Dieses Konzept ist insbesondere beim [[Jagdverhalten]] relevant.
#WEITERLEITUNG [[Kumulative Erregung]]
 
== Grundlagen ==
* Durch Reize ausgelöste Erregung (v. a. [[Dopamin]], [[Adrenalin]]) baut sich nicht sofort ab 
* Diese innere Spannung kann „mitgenommen“ werden – teils über Stunden oder Tage 
* Später genügt ein kleiner Auslöser, um gespeicherte Erregung zu entladen
 
== Erkennbar an ==
* scheinbar grundlosem Hetzen oder Fixieren 
* überzogener Reaktion auf neutrale Reize 
* Ruhelosigkeit, erhöhte Muskelspannung 
* Wiederaufflammen alter Muster an bekannten Orten
 
== Relevanz für Training ==
* Jagdverhalten beginnt oft nicht situativ, sondern aus gespeicherter Erregung
* [[Training]] muss Erregungsniveau mitberücksichtigen – nicht nur Auslöser 
* Ruhe, Struktur, gezielte Entladung (z. B. durch [[Nasenarbeit]]) sind Schlüsselkomponenten
 
== Unterschied zu Stress ==
Während [[Stress]] meist negativ belegt ist, kann der Erregungsspeicher auch durch „positive“ Reize (z. B. Jagdvorfreude) gespeist werden – mit dennoch problematischen Auswirkungen im Alltag.

Aktuelle Version vom 16. August 2026, 16:53 Uhr

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