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	<title>Professionelle Haltung im Hundetraining - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-08-21T16:19:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in wiki.hundekultur-services.de</subtitle>
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		<id>https://wiki.hundekultur-services.de/index.php?title=Professionelle_Haltung_im_Hundetraining&amp;diff=23946&amp;oldid=prev</id>
		<title>Hundekultur: MediaWiki Release-Abgleich / automatisierter Sync</title>
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		<updated>2026-08-16T17:58:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MediaWiki Release-Abgleich / automatisierter Sync&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Professionelle Haltung im Hundetraining&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; umfasst Beobachtung, Rollenklärung, Selbstreflexion und einen respektvollen Umgang mit Mensch-Hund-Teams. Sie ergänzt methodisches Fachwissen um die Frage, wie Entscheidungen, Grenzen und [[Kommunikation]] professionell gestaltet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Professionelle Haltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Professionelle Haltung im Training ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hundetraining ist nicht nur eine Frage der Methode – sondern auch der inneren Haltung derjenigen, die es anleiten. Professionelle Haltung bedeutet, mit Klarheit, Respekt und Selbstreflexion in der Arbeit mit Mensch-Hund-Teams präsent zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trainer:innen sind nicht nur Vermittler:innen von Signalen, sondern auch Begleiter:innen in emotionalen und sozialen Prozessen. Eine professionelle Haltung zeigt sich in der Art, wie sie zuhören, beobachten, Grenzen setzen und Entscheidungen treffen – nicht aus [[Reiz]], sondern aus Reflexion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentrale Aspekte dieser Haltung sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ein positives Menschenbild&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – Halter:innen handeln nicht aus Böswilligkeit, sondern meist aus [[Unsicherheit]], Überforderung oder Gewohnheit. Wer professionell begleitet, urteilt nicht – sondern rahmt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Klare Rollendefinition&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – Trainer:innen sind weder Therapeut:innen noch Freund:innen noch Richter:innen. Sie sind strukturierende Begleitung mit Fachwissen – nicht Projektionsfläche oder Lösungsträger.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kommunikation statt Psychologisierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – Nicht jede Träne braucht eine Analyse, nicht jede Unsicherheit ein tiefes Gespräch. Oft reicht ein klarer, freundlicher Hinweis – statt Deutung.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grenzen setzen als [[Selbstschutz]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – Wer empathisch arbeitet, braucht einen klaren inneren Rahmen. Verantwortung übernehmen heißt auch, sie zu teilen – nicht alles zu tragen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fehlerfreundlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – Professionelle Haltung erlaubt auch eigene Unsicherheiten und Korrekturen. Sie sucht nicht nach Schuld – sondern nach Weiterentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Haltung ist erlernbar – durch Supervision, kollegiale Beratung und bewusste Reflexion des eigenen Handelns. Sie ist kein Merkmal „reifer Persönlichkeiten“, sondern ein beruflicher [[Lernprozess]], der Sicherheit, Beziehung und Wirkung im Training verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Technik bringt [[Verhalten]] – Haltung bringt Vertrauen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Typische Anwendungssituationen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beobachtungsorientiertes Training ist besonders hilfreich in folgenden Settings:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beim Erstkontakt mit Hund und Halter:in – um das System in Ruhe kennenzulernen&lt;br /&gt;
* Bei unsicherem oder aggressivem Verhalten – um Auslöser zu erkennen, ohne sofort einzugreifen&lt;br /&gt;
* Wenn Halter:innen unbewusst dysfunktionale Muster zeigen – z. B. unklarer Umgang mit Leine oder [[Körpersprache]]&lt;br /&gt;
* In Konfliktsituationen zwischen mehreren Hunden – um Rollen, Spannungen und Auslöser zu analysieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statt vorschnell Verhalten zu „korrigieren“, wird zunächst sichtbar gemacht, was wirklich geschieht – und wo Hebel für Veränderung liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wahrnehmung vor Reaktion ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das beobachtungsorientierte Vorgehen stärkt die Fähigkeit zur professionellen Distanz und bewahrt Trainer:innen davor, sich in impulsiven Reaktionen oder vorschnellen Deutungen zu verlieren. Es verlagert den [[Fokus im Hundetraining]] von Kontrolle auf Wahrnehmung – und macht Training damit nachhaltiger, differenzierter und beziehungsorientierter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Haltung steht in enger Verbindung zu Prinzipien wie Geduld und Flexibilität, Training im Erregungsfenster und Selbstschutz im Hundetraining. Sie fördert nachhaltige Veränderung durch Verständnis – nicht durch schnelle Eingriffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beispiel aus der Praxis ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Hund läuft der Trainerperson immer wieder vor die Füße. Statt sofort ein Korrektursignal zu geben, beobachtet die Trainer:in: Greift die Halterperson ein? Ist das Verhalten situativ bedingt oder ein Muster?&lt;br /&gt;
Erst wenn keine Veränderung sichtbar wird, erfolgt ein freundlicher Hinweis – z. B.: „Wenn Sie den Hund links führen, bleibe ich heil.“&lt;br /&gt;
So wird aus Beobachtung ein gezielter, kontextsensibler Impuls – statt reflexhafter Eingriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rollenklarheit in der Beratung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Professionelle Haltung zeigt sich nicht nur in der inneren Einstellung, sondern auch in der bewussten Gestaltung der eigenen Rolle gegenüber den Halter:innen. Viele Trainer:innen erleben in der Praxis eine Gratwanderung zwischen Fachperson, Zuhörer:in, Vertrauensperson oder sogar moralischer Instanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein professioneller Umgang mit diesen Zuschreibungen bedeutet:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Klare Abgrenzung zur Therapie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Hundetraining ersetzt keine psychologische Begleitung – auch wenn emotionale Themen präsent sind.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Vermeidung]] von Vereinnahmung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Verantwortung für Entscheidungen und Veränderungen bleibt bei den Halter:innen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keine Identifikation mit der Lösung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Trainer:innen unterstützen den Prozess – sie *sind* nicht die Lösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typische Dynamiken:&lt;br /&gt;
* Halter:innen erwarten „die eine Methode“ – die Trainerperson fühlt sich unter Druck, sofortige Erfolge zu liefern.&lt;br /&gt;
* Emotionale Nähe wird mit persönlicher Beziehung verwechselt – was Rollengrenzen verwischt.&lt;br /&gt;
* Kritik am Hund oder Halter:in wird vermieden, aus [[Angst]], das Vertrauen zu gefährden – was Klarheit verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Professionelle Haltung heißt hier: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beziehung ermöglichen, ohne sich selbst zu verlieren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – und Beratung anbieten, ohne die Verantwortung zu übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Haltung als Beratungsrahmen: Verbindung zur Sozialen Arbeit ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Aspekte professioneller Haltung im Hundetraining lassen sich aus dem Feld der Sozialen Arbeit ableiten – insbesondere im Umgang mit herausfordernden, belasteten oder ambivalenten Klientensystemen. Auch hier steht nicht die „Korrektur“ im Mittelpunkt, sondern die ressourcenorientierte Begleitung eines Veränderungsprozesses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsame Haltungselemente:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hilfe statt Heilung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Es geht nicht darum, Menschen zu „reparieren“, sondern sie darin zu unterstützen, ihre Situation aktiv zu gestalten.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Empowerment statt Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Trainer:innen geben keine fertigen Antworten, sondern stärken [[Selbstwirksamkeit]] und Handlungskompetenz.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Systemisch denken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Verhalten entsteht im sozialen Kontext – das gilt für Hunde ebenso wie für ihre Halter:innen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rahmen statt Lösung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Beratung strukturiert Prozesse – sie übernimmt sie nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Haltung hilft insbesondere dann, wenn:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schuldgefühle, Rechtfertigungen oder Druck die Interaktion belasten,&lt;br /&gt;
* Halter:innen ambivalent reagieren (z. B. zwischen Sorge und Kontrollwunsch),&lt;br /&gt;
* soziale oder familiäre Spannungen das Training indirekt beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Professionelle Haltung bedeutet in solchen Momenten: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht interpretieren, sondern einordnen; nicht (ver)urteilen, sondern strukturieren.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Wer aus der Haltung der Sozialen Arbeit denkt, begleitet Menschen im Möglichkeitsraum – nicht im Defizitraum.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Haltung pflegen: Selbstreflexion und Supervision ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Professionelle Haltung ist kein fixer Zustand, sondern ein dynamischer Prozess – geprägt von Selbstwahrnehmung, kritischer Rückschau und dem Willen zur Weiterentwicklung. Wer dauerhaft in intensiven Mensch-Hund-Beziehungen arbeitet, braucht Werkzeuge zur [[Pflege]] der eigenen inneren Klarheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Formen professioneller Selbstpflege:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Selbstreflexion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Regelmäßige Rückschau auf schwierige Trainingssituationen, eigene Reaktionen, emotionale Trigger.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kollegiale Beratung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Austausch mit anderen Trainer:innen, ohne Konkurrenz – sondern auf Augenhöhe.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Supervision&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Externe Begleitung zur Mustererkennung, Rollenklärung und emotionalen Entlastung.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pausen und Distanz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Nicht jedes Setting muss „gehalten“ werden – auch bewusste Abgrenzung ist professionell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Typische Reflexionsfragen:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Habe ich zu viel Verantwortung übernommen?&lt;br /&gt;
* War mein Eingreifen hilfreich oder eher regulierend für mich selbst?&lt;br /&gt;
* Welche Haltung habe ich in dieser Stunde gelebt – und war sie stimmig?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Professionelle Haltung braucht nicht nur Wissen – sondern auch Räume, in denen sie überprüft, gestützt und geschützt werden kann.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Belastungsgrenze in der Pflegestellenpraxis ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonders sensibler Bereich emotionaler Belastung entsteht im Umgang mit Pflegehunden, die schwer vermittelbar sind – etwa aufgrund von [[Aggressionsverhalten]], Impulskontrollproblemen oder fehlender Sozialisierung. Verena Kretzer, die seit Jahren mit solchen Hunden arbeitet, betont die Notwendigkeit professioneller Abgrenzung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;„Ich lebe mit diesen Hunden zusammen – aber ich bin nicht ihre Rettung. Ich bin ihr Halt auf Zeit.“&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Haltung schützt nicht nur vor Überforderung, sondern erlaubt auch einen klaren Blick auf die realistischen Möglichkeiten. Pflegehunde mit schweren Störungen brauchen [[Management]], Zeit und Struktur – aber nicht zwangsläufig eine Endstelle. Der Gedanke, dass „jeder Hund irgendwohin passt“, kann für Fachpersonen zur Belastung werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;„Nicht jeder Hund kann vermittelt werden. Und das ist nicht mein Versagen. Mein Job ist, ehrlich einzuschätzen – nicht zu retten.“&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Professionelle Haltung bedeutet in diesem Kontext:&lt;br /&gt;
* Realistische Zielsetzung statt Illusion von Heilung&lt;br /&gt;
* Verantwortung übernehmen – aber nicht allein tragen&lt;br /&gt;
* Emotionale Nähe ermöglichen, ohne sich zu verlieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade bei schwer belasteten Hunden ist es wichtig, eine tragfähige Struktur zu bieten, ohne sich von der Hoffnung auf Veränderung auffressen zu lassen. Kretzers Haltung macht deutlich: Beziehung darf tief sein – aber sie braucht Grenzen, um stabil zu bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Typische Spannungsfelder professioneller Haltung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alltag mit Mensch-Hund-Teams geraten Trainer:innen häufig in Rollen- und Beziehungsspannungen. Professionelle Haltung heißt nicht, solche Konflikte zu vermeiden – sondern sie wahrzunehmen, einzuordnen und konstruktiv zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1. Nähe vs. Distanz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Halter:innen suchen emotionale Entlastung – die Trainer:in wird zur Vertrauensperson.&lt;br /&gt;
* Gefahr: Rollengrenzen verschwimmen, emotionale Vereinnahmung&lt;br /&gt;
* Haltung: Wertschätzung zeigen, ohne private Nähe zu erzeugen; Kontakt klar rahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2. Hilfe vs. Übernahme&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Trainer:in möchte schnell helfen – übernimmt Entscheidungen oder Verantwortung.&lt;br /&gt;
* Gefahr: Entmündigung der Halter:innen, Rückfall bei Entlastung&lt;br /&gt;
* Haltung: Prozesse ermöglichen, statt Ergebnisse herbeizuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3. Empathie vs. Abgrenzung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Emotional belastete Halter:innen (z. B. nach Beißvorfall) zeigen Verzweiflung oder Schuldgefühle.&lt;br /&gt;
* Gefahr: Mitgefühl kippt in Mitleid oder Rechtfertigungsdruck&lt;br /&gt;
* Haltung: [[Emotionen]] anerkennen – aber nicht tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;4. Klarheit vs. Harmonie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kritik oder Korrektur werden vermieden, um Beziehung nicht zu belasten.&lt;br /&gt;
* Gefahr: Unklare Kommunikation, verdeckter Konflikt&lt;br /&gt;
* Haltung: Klarheit ist Fürsorge – sie schützt vor Missverständnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Professionelle Haltung heißt nicht: konfliktfrei sein.&lt;br /&gt;
Sie heißt: klar bleiben – auch wenn es schwierig wird.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haltung vor Timing – Nervensystem schlägt Signal ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Trainingsratgebern steht: „Timing ist alles.“ Gemeint ist das präzise Markieren und Belohnen eines Verhaltens – innerhalb von Sekundenbruchteilen. Das ist korrekt – aber unvollständig. Denn noch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;bevor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ein Marker kommt, entscheidet das [[Nervensystem]] des Hundes, ob er überhaupt lernen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses reagiert nicht zuerst auf [[Signale]], sondern auf:&lt;br /&gt;
* [[Körpersprache]] der Bezugsperson,&lt;br /&gt;
* innere Haltung (Anspannung, Ruhe, Erwartung),&lt;br /&gt;
* emotionale Kongruenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beispiel:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Zwei Menschen geben dasselbe Signal („[[Sitz]]“).&lt;br /&gt;
Der eine steht weich, atmet ruhig, ist innerlich präsent.&lt;br /&gt;
Der andere ist gestresst, angespannt, „funktioniert“.&lt;br /&gt;
→ Der Hund reagiert völlig unterschiedlich – obwohl das Signal gleich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Warum ist das so?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Weil das Nervensystem des Hundes auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;emotionale Lesbarkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; eingestellt ist.&lt;br /&gt;
[[Spiegelneuronen]], Vagusaktivität und soziale Resonanz wirken schneller als Worte.&lt;br /&gt;
Training beginnt also lange vor dem Marker – es beginnt mit der Haltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was heißt das für die Praxis?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Wer sein eigenes Erregungsniveau kennt, trainiert klarer.&lt;br /&gt;
* Wer vor dem Signal atmet, sendet Orientierung.&lt;br /&gt;
* Wer Körperspannung und Stimme kongruent hält, wirkt verlässlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fehler im Timing kann man reparieren – Unsicherheit in der Haltung nicht so leicht.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Fazit:&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Die wichtigste Technik im Training ist die innere Haltung.&lt;br /&gt;
Wer sich selbst führen kann, bevor er den Hund führt, schafft Vertrauen – nicht nur Gehorsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Berufsethik im Hundetraining]]&lt;br /&gt;
* [[Berufspraxis im Hundetraining]]&lt;br /&gt;
* [[Training]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Trainerwissen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hundekultur</name></author>
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